Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

OK
Passwort vergessen?

Risikofaktor 5G


20. November 2018

Kennt Ihr das auch, mittendrin im Film, plötzlich friert das Bild ein und nix geht mehr.
Aber der liebe Gott der Technik hat uns endlich erhört, denn dieses Problem wird schon bald der Vergangenheit angehören. Dann kommt nämlich der neue Mobilfunkstandard 5G und es wird heißen: Good Bye, Wartezeit und ein Video wird sich so schnell runterladen lassen, dass man es gar nicht mehr merkt.
Mit Finger schnippen. Und schon ist es da. Und die Wirtschaft freut sich vielleicht über dieses Geschenk, wie ein Kind zu Weihnachten. Was damit alles möglich sein wird, kann man sich jetzt noch gar nicht vorstellen.

Damit kann dann endlich das Internet der Dinge eingeführt werden, damit alle Gegenstände miteinander kommunizieren können. Wenn also in meinem Kühlschrank die Flasche Milch fast leer ist und die letzte Rolle Klopapier benutzt wird, dann bestellt mein Computer bei Amazon automatisch Nachschub, und er bestellt sogar noch eine neue Schreibtischlampe mit, weil die in zwei Tagen den Geist aufgeben wird. Wie cool ist das denn?

Mein Auto wird dann selbstständig zur Werkstatt fahren, wenn es neue Reifen braucht, denn mit 5G wird das autonome Fahren ein Kinderspiel sein. Wenn ich aber mal wieder selber fahren möchte, dann werden in die gesamte Windschutzscheibe alle möglichen Informationen eingeblendet, und das müsst Ihr euch vorstellen wie ein Mega-Super-Navi, das mir nicht nur anzeigt welche Spur ich fahren muss, sondern auch wo ein freier Parkplatz ist, welcher Film da im Kino an der Ecke läuft, wo die Apotheke ist und wie lange sie noch geöffnet hat, wann es zu regnen anfängt und so weiter und so fort. Alle Autos werden dann miteinander kommunizieren und es wird so gut wie keine Staus mehr geben, weil alle Fahrzeuge koordiniert werden können. Kennt Ihr den Film Minority-Report, mit Tom Cruise? So ungefähr müsst Ihr euch das vorstellen, und das beste ist, das ist alles gar nicht mehr so weit weg.

Im Februar 2014 war nämlich schon der Start für die Public-Private-Partnership in Sachen 5G, also die Zusammenarbeit von Staat und Privatfirmen für diesen neuen Mobilfunkstandard. Der nächste Schritt war dann im März 2015, als die EU ihre große Vision in Sachen 5G schon mal vorgestellt hat und seit dem Frühjahr 2018 hat man dann im großen Stil die Versuche mit den 5G-Systemen und der Technologie begonnen. Der erste große Test für diese Technik war bei den Winterspielen in Pyong-Chang, wo sich das Publikum schon mal einen Eindruck davon machen konnte, was mit diesem neuen Standard alles möglich sein wird. Tja, und was soll ich sagen: Im Sommer 2020, pünktlich zur Olympiade in Tokyo wird dann die sogenannte Gigabit-Connectivity ihr Debüt haben. Und das wird unser aller Leben mächtig verändern.

Ich glaube ja, dass die ganzen Technikfreaks in den Entwicklungslaboren zur Zeit viele feuchte Träume haben, denn mit diesen neuen digitalen Funkfrequenzen machen wir ein großes Fenster in Richtung Zukunft auf.
Klingt doch fantastisch, oder? Aber wie ich die Welt so kenne, gibt es bestimmt wieder Leute, die daran etwas Negatives finden werden.
Ganz genau, und einer davon bin ich.
Ach ja, und alles bis hier war ironisch gemeint, falls das wieder falsch verstanden wird.

Also lasst uns an dieser Stelle mal konkret werden:
Das Thema Mobilfunk und seine Gefahren interessiert mich persönlich schon seit meinem ersten Handy, und das war 1997. Also seit über 20 Jahren verfolge ich dieses Thema um die Auswirkungen von Strahlungen auf unseren Körper. Und man musste gar kein Experte sein, um eine Sache festzustellen:
Je größer und schneller die Mobilfunktechnik wurde, desto weniger hat es die Menschen interessiert welche Probleme damit wirklich zusammenhängen. Seit Jahren schon gibt es hunderte, wenn nicht sogar tausende Studien, die alle zu dem gleichen Schluss kommen.

Mobilfunk ist extrem schlecht für unsere Gesundheit oder anders ausgedrückt: Diese Technik führt uns langfristig große Schäden zu.
Den meisten Menschen ist das überhaupt nicht bewusst und diejenigen, die es wissen, ist es ehrlich gesagt scheißegal, denn man kann die Gefahr weder sehen, noch schmecken, noch riechen. Die Leute fallen auch nicht reihenweise um wie damals bei Röntgenstrahlung.
So gut wie niemand interessiert sich dafür.

Und das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von einer groß angelegten Marketingkampagne, man könnte auch große Gehirnwäsche dazu sagen. Keine Erfindung in der jüngeren Geschichte hat unser Leben, unser Verhalten so sehr verändert wie der Mobilfunk und auf der ganzen Welt werden in dieser Branche unglaubliche Gewinne eingefahren. Jeder will ein Handy haben, denn es macht unser Leben ja so wunderbar bequem. So einfach, so viel leichter wie früher, so viel besser.
In vielen Bereichen stimmt es ja auch, aber diese ganzen tollen Vorteile lassen uns blind werden vor den Gefahren.
In den USA hat es eine große Studie zum Thema gegeben, durchgeführt von der NTP, das National Toxicology Program, und das Ergebnis war, dass die bisherigen Richtlinien zum Schutz der menschlichen Gesundheit nicht ausreichen, wenn es darum geht wie sehr man Hochfrequenzstrahlen ausgesetzt wird. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO die Forschungen neu bewerten sollte und die Einstufung der Mobilfunkstrahlung von „möglicherweiser krebserregend“ für den Menschen, Stufe 2B, auf „wahrscheinlich krebserregend“ ändern sollte,Stufe 2A. Aber sogar das ist zu kurz gesprungen behauptet das „Cancer Epidemiology Update“, also eine Zusammenfassung verschiedener Studien in den USA. Dort wird gefordert, dass Handystrahlung klar als krebserregend einzustufen sei, das wäre dann Stufe 1.

Und das sind alles keine neuen Erkenntnisse, das wissen wir seit Jahren. Vor über zehn Jahren sah ich eine tolle Dokumentation zum Thema Gefahren des Mobilfunks auf ARTE. Ein Wissenschaftler hat dort gesagt, dass sie selbst 500 Studien durchgeführt haben, die alle zu dem gleichen Ergebnis kamen: „Handys sind extrem schlecht für uns!“. Er fragte dann, wie viele Studien sie wohl noch machen müssten bis es die richtigen Leute kapieren. 1000, oder 2000? Und diese Doku war noch vor dem ersten iPhone, also als ein Handy nur ein Telefon war, und kein Smartphone.

Heute, zehn Jahre nach dem ersten iPhone haben sogar Erstklässler ein Smartphone, in der ersten Klasse, das muss man sich mal vorstellen was das heißt. Was für ein Riesenmarkt das ist, da gibt es einfach keine Bedenken.

Im Gegenteil, so präsentieren die Netztbetreiber immer wieder Gegenstudien, die zu einem ganze anderen Schluss. Da wird nur der Kopf ein Bißchen warm, sonst passiert da gar nichts. Alles unbedenklich.

Und solange es diese Untersuchungen der Industrie selbst gibt, wird politisch wahrscheinlich nichts passieren. Klar, dass sich die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft die Daten aussuchen, die für den Mobilfunk sprechen und nicht die warnenden Stimmen der Ärzte und Wissenschaftler, die seit Jahren valide Zahlen liefern.
Wenn es dann gar nicht anders geht, dann ZACK, erhöht man einfach die Grenzwerte, dann ist man wieder im grünen Bereich.
Also, ich lese seit Jahren Berichte über die Auswirkungen von Funkstrahlen und die Forschung ist sich da mehr als sicher, wird aber nicht gehört damit die Herren von und zu Mords-Reibach weiter ihre Geschäfte machen könnnen.
In Stuttgart gibt es zum Beispiel den Ärztearbeitskreis Digitale Medien, die in einem offenen Brief an den Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur Andreas Scheuer den Stopp des 5G-Ausbaus fordern.

Eine andere Stimme der Vernunft ist der sogenannte 5G-Appell von 200 Wissenschaftlern und Ärzten aus 36 Ländern: die fordern ein Moratorium und warnen davor, Millionen Menschen einem Experiment auszusetzen, dessen Auswirkungen auf die Gesundheit unklar sind. Zu den biologischen Effekten von 5G gibt es nämlich so gut wie keine Untersuchungen. Und wenn, dann hört man nichts davon.

5G wird uns verkauft mit dem Argument mehr Daten in kürzerer Zeit, aber das geht nur mit mehr Energie mit einer höheren Frequenz. Und das ist nicht gut, zum einen für unseren Organismus, zum anderen weil es durch die höheren Frequenzen physikalisch zu weniger Reichweite kommt.
Tja, und wie soll man dieses Problem lösen? Ganz einfach, man stellt einfach mehr Sendemasten auf. Fertisch.

Das Netz der Funkzellen wird also deutlich engmaschiger und damit die Strahlenbelastung für Mensch und Natur noch weiter ansteigen. Auch die Abstände zu den Sendeanlagen werden viel geringer werden. Ortschilder, Straßenlaternen, Stromverteilerkästen, Telefonmasten oder einfache Hausecken, unsere ganze Umgebung wird gespickt mit Sendern und das bedeutet ein höheres Krebsrisiko und eine größere Belastung für elektrosensible Menschen, also die Menschen, die sowieso schon viel feinfühliger sind als andere.

Wer sich damit nur ein wenig beschäftigt wird merken, was für ein Riesenthema die versteckten Gefahren des Mobilfunks sind, aber für die Auswirkungen dieser Strahlungen gibt es überhaupt kein Bewusstsein.
Alleine die CSU plant 20.000 freie WLAN-Hot-Spots in Bayern, auf allen öffentlichen Plätzen, in allen Bussen, Zügen, Schulen, überall soll das schnelle Internet den Anschluss an die technologische Weltspitze gewährleisten.
Das wir uns dabei die Fontanelle brutzeln interessiert überhaupt niemand in München. In der neuen Regierung gibt es sogar einen eigenen Minister für Digitalisierung. Das ist in Bayern also Staatsauftrag. Da soll jeder Acker digital werden.

mehr sehen


Nuoviso shop


Arrow
Arrow
Slider

Kommentare


1

avatar
1 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
1 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
1 Kommentatoren
Odgi Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Odgi
Odgi

warum blitz es in der Sendung an manchen Stellen? Z.B. nach dem Wort Gehirnwäsche.

nuoviso unterstützen


Wie sollte das Fernsehen der Zukunft aussehen? Wir haben da eine Vorstellung. Es sollte nicht zwangsfinanziert sein und auch unabhängig von einzelnen großen Geldgebern um eine Unabhängigkeit unseres Programmes gewährleisten zu können.

Allein Du solltest bestimmen, was Dir die Unterstützung eines freien Mediums wert ist und somit nimmst Du auch direkt Einfluss auf Quantität und Qualität unseres Programmes. Es gibt verschiedene Möglichkeiten um uns zu unterstützen. Entscheidest Du Dich für eine monatliche Unterstützung (Plusabonnent), möchten wir Dir gern auch zusätzlich noch etwas zurückgeben.

Mit einem monatlichen Abo erhälst Du Zugriff auf unseren NuoViso+ Bereich und kannst somit unsere Produktionen bereits vor der offiziellen Veröffentlichung sehen. Außerdem erhälst Du exklusiven Zugriff auf einige Filme und Kongresse.

per Überweisung


Überweisung:

NuoViso Filmproduktion
PNB Paribas / Consorsbank
IBAN: DE78701204008376790005
BIC: DABBDEMMXXX
Verwendungszweck: „Unterstützung“

Newsletter


Informiert bleiben? Dann melde dich für unseren Newsletter an:

vorschläge für dich