Giftgastote in Syrien – schon wieder. Hauptsächlich hat es Zivilisten erwischt – schon wieder. Und unter den Opfern sind viele Kinder, deren abgelichteter Todeskampf die Titelseiten der Weltpresse ziert – schon wieder.
Bereits im August 2013 schockierte der Einsatz des Giftgases Sarin im syrischen Bürgerkrieg. Damals kamen Schätzungen zu Folge über 1200 Menschen ums Leben. Wer damals für den Einsatz des Giftgases verantwortlich war, ist bis heute nicht endgültig geklärt – zumindest nicht offiziell.
Wer damals die Medienberichterstattung verfolgt hat, bekam schnell den Schuldigen präsentiert. Der Syrische Machthaber Bashar al Assad soll den Einsatz des hochtoxischen Nervengiftes befohlen haben. Damals stand aufgrund dieses Vorfalles Damaskus kurz vor einer US-geführten Invasion. Dazu kam es aber nicht. Wieso – das wußte vor wenigen Tagen der langjährige Nahost-Korrespondent für die ZEIT Michael Lüders zu berichten.
US-Geheimdienste warnten Obama vor einem Schnellschuss. Denn ihren Informationen zu Folge, ist es eher wahrscheinlich, dass die Nusra-Front das eingesetzte Sarin vom türkischen Geheimdienst erhalten.
Also – obwohl jeder heute durch die damalige Berichterstattung zu wissen glaubt, dass Assad hinter dem schrecklichen Saringas-Angriff im Jahre 2013 steckt, wissen es die Geheimdienste – und interessanterweise auch hochrangige Journalisten besser. Michael Lüders spricht von einer Allianz der Nusrafront mit dem türkischen Geheimdienst, um Giftgas-Anschläge unter falscher Flagge durchzuführen, damit die NATO, zumindest aber die USA – notfalls im Alleingang Bomben auf Damaskus abwirft, um Machthaber Assad zu eliminieren.
Das hat damals nicht funktioniert – und deswegen hat man es nun im Anfang April 2017 offenbar wiederholt versucht. Für die westlichen Medien steht mal wieder fest: Assad war es. Die Russen dementieren: Es habe zwar Bombenabwürfe gegeben, aber diese seien nicht mit Giftgas bestückt gewesen. Stattdessen trafen die Bomben vermutlich ein Waffenlager der Terroristen, in welchem sie wohl auch Saringas bunkerten.
Doch ist den Russen in diesem Punkt zu trauen? Fest steht jedenfalls, dass das syrische Regime gar nicht über Sarin verfügt. Bestenfalls könnten sie Chlorgas eingesetzt haben. Doch das war nicht der Fall. Sowohl 2013 als auch jetzt im April 2017 war es SARIN-Gas, welches zu den Toten führte. Übrigens eine deutsche Erfindung. Damals arbeiteten die Bayer AG, die IG Farben und die Heereswaffenleitung gemeinsam an der Entwicklung des tödlichen Giftgases.
Fakt ist jedenfalls: Es gibt keine verlässlichen Fakten.
War es ein Bombenangriff auf ein Waffenlager, bei dessen Zerstörung das dort gelagerte Gas freigesetzt wurde, wie die Russen mutmaßen? Oder hat das Assadregime wirklich Saringas eingesetzt gegen die Aufständigen, obwohl es laut UN gar nicht mehr über Sarinbestände verfügt? Oder handelt es sich eventuell wieder um eine Verschwörung des türkischen Geheimdienstes in Zusammenarbeit der Nusrafront, die diese Operation unter falscher Flagge wieder Assad in die Schuhe schieben wollen?
Dieser Plan wäre zumindest jetzt aufgegangen, wenn man unmittelbar nach Bekanntwerden der Giftgastoten aus Washington zu hören bekommt, dass die USA notfalls auch ohne UNO Mandat nun gegen Syrien losschlagen wollen. Drohgebärden in Richtung Iran und Russland inklusive.
Der sonst kritische und alles in den Medien hinterfragende Donald Trump? Voll auf Linie der Medien und des Establishments. Bleibt nur zu hoffen, dass es diesmal nicht wieder 4 Jahre dauert, bis uns ein Medien-Insider in einer Talkshow über die wahren Hintergründe und Geheimdienstinformationen aufklärt.
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