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Klimawende am Ende

18. April 2017
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Als am 11. März 2011 die Reaktoren im japanischen Kraftwerk in Fukushima in die Luft flogen, hat unsere Regierung eine weltweit einzigartige Reaktion gezeigt. In einer Art Panik-Überreaktion wurden innerhalb kurzer Zeit acht Kernkraftwerke sofort stillgelegt und die Stilllegung aller übrigen Kernkraftwerke bis 2022 gesetzlich angeordnet. 
Das hört sich im ersten Moment auch logisch an, aber wer genauer hinschaut wird gleich merken, wie kurzsichtig diese Entscheidung war. 
Der Hauptgrund für die Energiewende war der „Klimaschutz“, also die Verringerung von CO2-Gasen, die unsere Atmosphäre aufheizen sollen. Mal abgesehen davon, dass es wissenschaftlich alles andere als erwiesen ist, und die ganze Hysterie mit CO2 auf fragwürdige Computermodelle aufbaut, ist es doch aber ein Widerspruch in sich die Kernkraftwerke jetzt abzuschalten. Denn die produzieren eben kein CO2 im Betrieb. Aber um die Grundlastversorgung gewährleisten zu können, müssen jetzt die restlichen Gas- und Kohlekraftwerke diese Lücke schließen. 
So toll es sich auch anhört mit den erneuerbaren Energiequellen, dem sauberen Strom von Wind und Sonne, so problematisch ist es eben auch wenn keine Sonne scheint und auch kein Wind weht. 
In Deutschland brauchen wir im Durchschnitt an normalen Tagen zur Deckung des Strombedarfs eine Anschlussleistung von 60 GW, als Spitzenleistung im kalten Winter 70 bis 80 GW. 
Wenn wir alle „erneuerbaren“ Stromerzeuger zusammenrechnen, dann kommen wir auf eine Leistung von fast 70 GW. Das klingt eigentlich gar nicht so schlecht. Das Problem ist nur, das dieser Wert nie erreicht werden kann, denn in der Nacht scheint nun mal bekanntlich keine Sonne. Und Wind weht vielleicht in Hamburg die ganze Zeit, im Rest des Landes sieht das schon wieder ganz anders aus. Das heißt, damit wir unseren Strombedarf zu jeder Zeit decken können, müssen wir genügend Kraftwerke als Reserve bereit halten, die in der Nacht und bei wenig Wind den nötigen Strom liefern können. 
Es gibt ganz wenige Tage im Jahr, in denen die Gesamtleistung aller „Erneuerbaren“ auf gerade einmal 30 GW steigt, den Rest machen immer konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke, und die noch verbliebenen Kernkraftwerke. Wenn die in ein paar Jahren dann auch noch abgeschaltet werden, dann steigt die Produktion von CO2 wieder an. 
Also das Hauptziel der Klimapolitik, nämlich die Einsparung von Treibhausgasen, ist so nicht machbar. Das hat in Berlin entweder niemand so richtig verstanden oder aber man schweigt dazu, was viel wahrscheinlicher ist. 
Und unabhängig davon, ob CO2 schädlich oder unschädlich für das Klima ist gibt es etliche andere Gründe, warum Deutschland alle Anstrengungen zum sogenannten Klimaschutz einstellen müsste- und zwar wegen erwiesener Bedeutungs- und Nutzlosigkeit. Das klingt seltsam, ist aber so. Und es ist auch wirklich einfach zu erklären. 
In Europa gibt es ja bekanntlich das System des Emissionshandels, das anderen Ländern ermöglicht Zertifikate für Emissionen anzukaufen. Das heißt jede Tonne eingespartes CO2 in Deutschland wird im gleichen Maßstab von anderen Ländern mehr produziert und damit löst sich der von der deutschen Regierung gewünschte Effekt der Einsparung für das Weltklima in Luft auf. 
Hinzu kommt, dass selbst die gesamten CO2-Einsparungsbemühungen aller EU-Länder zusammen genommen nahezu nichts bewirken, selbst wenn man die Modelle des UNO-Klimarats IPCC anwendet. Wenn es so weiter geht wie bisher und jedes Jahr weitere 250 Milliarden Euro ausgegeben werden, dann sind es bis zum Jahr 2100 insgesamt 20 Billionen Euro die da zusammenkommen. Und die Temperatur wird sich um sagenhafte 0,05 Grad verringern. Ein zwanzigstel Grad, also 20 Billionen für fast nichts. 
Wem da nicht klar wird, was für einen riesiger Schwachsinn das ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. 
Und jetzt wird es noch besser: Wir erfahren jedes Jahr, dass viele andere Länder wie China und Indien ihre CO2-Emissionen gewaltig erhöhen. Und zwar um dermaßen viel, dass die jährlichen Einsparungen von Deutschland innerhalb 2-3 Tagen neutralisiert werden. Deutschland will Vorbild sein und die Antwort dieser Länder sieht ganz einfach so aus. Das heißt egal wie viel wir einsparen wollen, woanders wird einfach weiter produziert. 
Unsere Regierung hat offensichtlich auch nicht wirklich viele Leute an Bord, die sich mit Elektrotechnik auskennen, weil wenn dem so wäre, dann hätten sie sich bestimmt für eine andere Energiewende entschieden. Unser Stromnetz sind nicht einfach nur ein paar Kabel, die da in der Gegend rumhängen, sondern das gesamte Netz ist ein hochkomplexes System, das sehr instabil ist und ständig beobachtet und stabil gehalten werden muss. Und zwar nicht von der mechanischen Belastung her, sonder von der Stromfrequenz. 50 Hertz, also 50 Schwingungen pro Sekunde ist hier das große Zauberwort und diesen Wert konstant aufrecht zu erhalten ist essentiell wichtig für alle Stromverbraucher und Betriebe. Durch den Mix aus konventionellen und erneuerbaren Energien kommt es immer wieder zu Leistungsspitzen, die ausgeglichen werden müssen. Zu viel Sonne und zu viel Wind, der in Strom umgewandelt wird, sorgt für erhebliche Schwankungen im Netz und das ist alles andere als lustig. Um es mal mit Zahlen zu nennen: Vor der Energiewende mussten die Netzbetreiber ungefähr viermal im Jahr eingreifen, wenn es brenzlig wurde. Heute sind wir bei 1400 Eingriffen im Jahr. Okay? Wisst Ihr was das heißt? Das ganze Netz fliegt uns bald um die Ohren und so ein Mega-Blackout ist ganz bestimmt nicht lustig. Da liegt dann erstmal wochenlang alles still. Das wird spannend und die Frage ist eigentlich gar nicht mehr ob so etwas mal passiert, sondern wann. Ganz zu schweigen davon, dass unsere europäischen Nachbarn alles andere als glücklich sind, denn jetzt schon gefährden die Spannungsspitzen bei Starkwind deren Netze massiv. 
Und wenn dann an der Nordsee so eine richtig „Steife Brise“ geht, dann wird dort soviel Strom produziert, der gar nicht in den Süden transportiert werden kann, weil die großen Leitungen fehlen. Haben will diese Monstertrassen nämlich niemand in seiner Gegend und unterirdisch die Dinger verbuddeln kostet ein Vermögen. Und wer wird das alles zahlen? Richtig, wir. 
Wenn man dann anfängt über das Geld zu reden, dann wird es beim Thema Energiewende vollkommen schizophren. Die ganzen Kosten dieser sinnlosen Politik werden nämlich auf den Endverbraucher abgewälzt und das sind (logischerweise) wieder wir. 
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