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Dr. Dominique Görlitz – Ungelöste Rätsel der Zivilisationsgeschichte

30. April 2018
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Anhand von vier beispielhaften Themengebieten zeigt Dr. Görlitz in diesem Vortrag, mit welchen offenen Fragen sich die moderne Archäologie konfrontiert sieht.

1. Das Eisen der Pharaonen

Nach gängiger Lehrmeinung fällt die Errichtung der Cheops-Pyramide im 3. Jahrtausend v. Chr. in die Bronzezeit. Eisen tritt erst ab etwa 1200 v. Chr. als Namensgeber der beginnenden Eisenzeit als Baumaterial in Erscheinung. Allerdings fanden russische Archäologen 2013 an den Kanten der Cheops-Pyramide Spuren von Rost. Die übliche Zeiteinteilung der modernen Archäologie wirft hier Fragen auf.

Dr. Görlitz ging einer früheren Spur nach, die er mit seinem Kollegen in der Königskammer entdeckt hatte. An der Decke befinden sich dort schwarze Flecken, die bis dato noch nicht genauer untersucht wurden. Durch eine Probenentnahme konnte das Material von der TU Bergakademie Freiberg als Magnetit (Rost) identifiziert werden.

Schon der antike Geschichtsschreiber Herodot notierte, dass Eisen im Bau der Pyramide eingesetzt wurde. Ferner sei die Pyramide schichtweise mit simplen, aber effektiven Werkzeugen schichtweise errichtet worden. Die moderne Archäologie setzt bislang auf die sogenannte Rampentheorie. In der praktischen Umsetzung stößt dieser Ansatz jedoch auf Hindernisse. Eine direkte Rampe wäre aufgrund der Höhe der Pyramidenspitze viel zu lang. Eine umlaufende Rampe bedeutet, dass die Arbeiter quasi in der Luft schweben müssten, um den tonnenschweren Stein an und um die Ecken zu wuchten.

Dr. Görlitz unternahm mit einem Unternehmer aus dem sauerländischen Lennestadt den Versuch, die von Herodot beschriebene Vorgehensweise nachzustellen. Die aus Eisen gefertigten Spangen stabilisieren den Granitblock gegen Kantenbruch. Mithilfe simpler Holzkeile wird der tonnenschwere Block binnen zwei Stunden mit nur vier Leuten um 20 Zentimetern angehoben. Die Eisenklammern hinterließen nach wenigen Wochen Rost, der dem in der Königskammer ähnelt.

2. Kulturpflanzenverbreitung

Anhand des afrikanischen Flaschenkürbis und seiner Verbreitungswege über den Erdball zeigt Dr. Görlitz eine weitere offene Frage der Denkweise bisheriger Archäologie auf. Der Flaschenkürbis ist laut Meinung von Biologen über ozeanische Drift an die Küsten anderer Kontinente geschwemmt worden. Tatsächlich wies Dr. Görlitz jedoch durch seine Atlantiküberquerung im Rahmen des Projekts Abora III nach: die Samen keimen nach der berechneten Überquerungsdauer vermutlich nicht mehr. Schon nach ca. 220 Tagen waren nur noch in etwa 2 % der Samen fähig, Triebe auszubilden. Eine ozeanische Drift dauert jedoch in etwa 200 Tage länger.

3. Prähistorische Schifffahrt vor 12000 Jahren?

Dennis Stanford und Bruce Breadly wiesen schon vor 40 Jahren auf die Möglichkeit prähistorischer Seefahrt hin. Vertreter der universitären Archäologie isolierten diese scheinbar absurde Theorie – bis 2012 in Nordamerika eine 23000 Jahre alte Feuersteinklinge aus Südwestfrankreich zusammen mit Mammutknochen gefunden wurde. Höhlen in Frankreich und Nordspanien weisen Malereien aus, welche die Interpretation zulassen, dass es sich hierbei um Boote und Meeresströmungen handelt. Die Ähnlichkeiten der Höhlenmalereien von El Castillo mit dem Golfstrom sind verblüffend. Auch die Segel der Boote zeigen eine ideale Position an, um den Atlantik ost- und später westwärts zu überqueren.

4. Prähistorische Karten

Auf Globen aus dem 16. Jahrhundert lässt sich per 3D-Fotografie nachweisen, dass sich am unteren Pol des Globus eine bemerkenswert genaue Einzeichnung der Antarktis befindet. Die Umrisse des Kontinents stimmen in etwa mit modernem Kartenmaterial überein. Ein Kartenausschnitt, der wahrscheinlich von Heinricus im 16. Jahrhundert erstellt wurde, zeigt die antarktische Insel Ross Island. Diese Insel wurde historisch erst im Jahre 1841 entdeckt, taucht aber 300 Jahre früher in dieser Karte mit ihrer korrekten Küstenform auf. Auch die Lage der Insel innerhalb der Ross Bay wird genau wiedergegeben. Sogar eine weitere Insel in dieser Bucht ist in der Karte enthalten. Diese Insel ist den modernen Kartografen nur durch Radiotelemetrie bekannt. Sie trägt bis heute noch keinen Namen. Dennoch ist sie in dieser 500 Jahre alten Karte bereits enthalten. Möglicherweise erlaubte eine nachgewiesene Wärmephase in prähistorischer Zeit die Erkundung der antarktischen Küste.

Fazit

Dr. Görlitz zeigt erneut auf, dass alle diese Fakten noch keine abschließenden Beweise für seine Theorien liefern, da es in der Wissenschaft keine endgültigen Antworten geben könne. Jedoch müsse sich die heutige Archäologie die Frage stellen, was an diesen Beobachtungen “unwissenschaftlich” sei. Er plädiert für eine neue Aufklärung, in der nicht nur die Archäologie, sondern auch andere wissenschaftliche und gesellschaftliche Bereiche die offenen Fragen wertungsfrei (an)erkennen. So eröffnen sich Lösungsmöglichkeiten, um nicht wie die antiken Hochkulturen an der eigenen Unbeweglichkeit unterzugehen.

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