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Zuversicht angesichts globaler Krisen? – Bringfried Johannes Pösger


22. März 2018

Götz Wittneben im Gespräch mit dem Philosophen und Künstler Bringfried-Johannes Pösger über Gründe für Zuversicht, die trotz enormer globaler Probleme vielleicht sogar mehr denn je bestehen.

Echte Zuversicht kann eh nicht aus dem Verdrängen oder Schönreden der großen gemeinsamen Herausforderungen entstehen. Es kommt nach Ansicht Pösgers darauf an, über die Betrachtung möglichst langer Zeiträume aus bekannten Fakten zuversichtliche Perspektiven zu kreieren, die am besten für nachhaltige Problemlösungen motivieren. Er plädiert für eine Abkehr von der tradierten Leid-Kultur hin zu einer nach vorne gerichteten offenen Leit-Kultur, die sich an positiven Zukunftsvisionen orientiert.

Im Gespräch geht Pösger darauf ein, warum seine Weltsicht mit zunehmenden Alter zuversichtlicher geworden ist, obwohl oder gerade weil er sich mit den großen Weltproblemen bereits seit seiner Kindheit beschäftigt hat. Heute ist ihm klar, dass es eine bessere Zeit als die gegenwärtige niemals gab. Da aber Leben stets Veränderungen bedeutet, die in der Regel ebenso Chancen wie Gefahren beinhalten, ist beim näheren Hinsehen nichts niemals nur gut und nichts allein schlecht. Letztlich kommt es darauf an, dass in allgemeinen Entwicklungen die fürs Leben förderlichen Aspekte überwiegen. Und genau dies hat die Menschheitsgeschichte allein schon durch unsere Ausbreitung und Vermehrung bisher hinlänglich bewiesen. Außerdem sind neue Lernschritte sowieso immer möglich, obwohl Not und Leid nach Pösgers Einschätzung nicht die entscheidenden Triebfedern darstellen.

Er geht von einem tief in uns allen spürbaren Sehnen nach mehr Lebensleichtigkeit, Frieden und Liebe als den eigentlichen Lebenskräften aus, die auf beständiges inneres Wohlbefinden zielen. Dem steht zwar leider immer noch eine weitgehende Entfremdung des Menschen von sich selbst entgegen, deren geistige Ursachen in unseren kulturellen Prägungen liegen. Darin enthalten ist ein falsches, negatives Menschenbild, aufgrund dessen jedes Individuum unbedingt eine zivilisatorische Erziehungsdressur bräuchte. Dabei kommt es heute mehr denn je und morgen erst recht auf eigenverantwortliche souveräne Menschen an, die sich von innen heraus frei entfalten können und tiefes Zutrauen in sich selbst besitzen. Noch nie dagewesene Freiräume begünstigen eine Entwicklung in diese Richtung. Und das macht trotz aller auf diesem Weg vorhandenen Schwierigkeiten einen Teil der erkennbaren Gründe für langfristige Zuversicht aus.

In diesem Sinne hat Bringfried-Johannes Pösger auch sein erstes, im Interview kurz dargestelltes, umfangreiches Werk geschrieben, in dem er viele neue Gesichtspunkte für ein zeitgemäßes Verständnis für das uralte Menschheitsthema Liebe bietet. Tiefgreifend, zuversichtlich und weit über den Kontext der Zweisamkeit hinaus. Bisher noch als „Geheimtipp“ und nur über ihn selbst zu beziehen:

„Miteinander in Freiheit nah – LIEBE LEBEN LEBENSKUNST“ http://www.lebenskunst-atelier.de/Liebe

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