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Vergebung – Ein Weg der Heilung? Andreas Beutel und Götz Wittneben


3. Januar 2019

Vergebung – was für ein Wort. Oder doch mehr als das? Schon in der Bibel wird von der Vergebung unserer Sünden gesprochen. Sie ist eines der Grundthemen des christlichen Glaubensweges. Unterschwellig ist damit aber auch ein patriarchales Gottesbild eines strafenden Gottes verbunden. Unsere Schuld sei so schwer gewesen, dass Gott seinen eigenen Sohn geben musste, um uns zu erlösen. Aber gibt es so etwas wie Schuld überhaupt? War nicht die ganze Macht der Priester aller Zeiten darauf gebaut, die Menschen schuldig zu sprechen, um sie dann durch ein „Opfer“ wieder mit der Gottheit zu verbinden? Und wer vergibt wem? Kommen Sie mit auf eine neue Reise zu den Horizonten des Herzens mit Andreas Beutel und Götz Wittneben, die sich dieses Mal auf die Spuren der Vergebung begeben.

Die deutsche Sprache kennt unterschiedliche Worte, die scheinbar das gleiche meinen. Wir können vergeben, verzeihen und versöhnen. Doch gerade die Vergebung ist das am meisten gebrauchte Wort, denn in ihm steckt die Gabe drin. Aber wer gibt und aus welcher Position heraus? Eng verbunden damit ist der Unterschied zwischen bedingter und bedingungsloser Liebe. Denn nur, wer bedingungslos liebt, kann auch vergeben. Wir können auch vergeben unter der Bedingung, dass…. Nur dann ist es nicht bedingungslos. Eine Gabe hat etwas mit Überfluss und Freiheit zu tun, nicht mit Erpressung, oder Forderung.

Um selber vergeben zu können, ist es wichtig, seine eigene Position zu bestimmen und zu verstehen, welche Energiedynamik in ihr steckt. Sobald eine innere oder äußere Grenze überschritten wurde, kommt es zu ein einer Verletzung auf körperlicher und oder seelischer Ebene. Diese Verletzung kann nicht ungeschehen gemacht werden. Es gibt scheinbar einen Täter und ein Opfer. In dieser Position sind beide lange Zeit aufeinander bezogen und abhängig, auch wenn sie sich nie wieder sehen. Es ist so, als hätte sie das Ereignis miteinander verbunden. Interessanterweise haben beide Seiten oftmals ähnliche Anteile in sich, sodass es scheint, als hätten sie sich gefunden, um das gemeinsam zu erleben, jeder aus seiner Perspektive.

Entscheidend ist es aber für das Opfer von Übergriff, Mobbing oder sonstigem Missbrauch. Bleibt derjenige in der Position des Opfers, kann er nicht aus der Dynamik heraustreten. Erst, wenn sich ein Mensch auf den Pfad der Vergebung macht und entscheidet aus der Opferrolle herauszutreten und eine neue Position einzunehmen beginnt er seine Kraft wieder zu sich zu holen. Und mit dieser neuen Position eröffnen sich neue Möglichkeiten. Es entsteht eine neue Dynamik der Freiheit, die eine besondere Kraft freisetzt, die Kraft der Vergebung.

Der Autor Andreas Beutel und der Theologe Götz Wittneben erkunden in diesem turbulenten
energiegeladenen Gespräch die einzelnen Stufen der Vergebung und die wichtigsten Punkte, die es jedem Zuseher ermöglichen, in sich selber die Position der Vergebung zu erreichen und sich zu befreien aus der verhängnisvollen Opfer – Täter Rolle.

Andreas Beutel: https://www.pythagoras-institut.de/

Götz Wittneben: https://www.goetz-wittneben.de/

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