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Schamanische Praxis – Nina Preißler

20. April 2017
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Götz Wittneben im Gespräch mit der Heilpraktikerin Nina Preißler.

Nina ist in einer atheistischen Gesellschaft groß geworden – in der DDR – und so war es für sie ein Experiment, als sie erstmals eine geführte sogenannte „Krafttier-Reise“ machte und tatsächlich ein solches fand. Als sie anschließend versuchte, selbst das Krafttier wiederzufinden, ‚verirrte‘ sie sich mehrfach. Erst durch die Begegnung mit einem ausgebildeten Schamanen lernte sie, sich bei diesen ‚Reisen‘ nicht mehr zu verirren. Schamanische Reisen führen nicht nach Mallorca, sondern in tiefe Schichten des eigenen Unbewussten. Krafttiere kann mensch somit aus einer von mehreren Perspektiven als verborgene Aspekte der eigenen Seele bezeichnen, die einem Mensch in den unterschiedlichsten Situationen helfen können, diese auf kreative, vielleicht unerwartete Weise zu lösen. Und dennoch ist ein Krafttier noch mehr, es führt sozusagen sein individuelles Eigenleben und ist für Überraschungen gut. Bevor mensch allzuviel in „Krafttier-Büchern“ lese, solle er sich mit dem Wesen des Tieres beschäftigen, also mit den Eigenschaften und Lebensweisen. So seien zum Beispiel Delfine und Fledermäuse Tiere mit einer starken Sensorik und treten gehäuft bei sensiblen Menschen in Erscheinung.

Nina bezeichnet sich selbst nicht als Schamanin, gleichwohl sie nachhaltig und sachkundig in die schamanische Arbeit eingeweiht wurde. Sie nutzt dieses Wissen dann, wenn es sich in ihrer Praxis anbietet und der Mensch, den sie dann ggf. auf einer schamanischen Reise begleitet, einige Grundvoraussetzungen erfüllt. Eine davon ist die, volle Selbstverantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen. „Darüber muss man sich im Klaren sein, eine schamanische Reise ist kein Spaziergang. Dennoch kann man nicht sagen, dass diese Reisen ‚gefährlich‘ sind, mir ist kein Fall in unserem Kulturkreis bekannt, bei dem es nicht gelang, den Reisenden zurückzuholen. Aber Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen, ist unabdingbar“. Schamanismus arbeitet viel mit Analogien und Bildern. Im Gegensatz etwa zu Drogen hat der schamanisch Reisende immer seinen Willen und seinen Verstand dabei. Auch wenn die Reisen in den Bildern eine Eigendynamik entwickelt, so muss der sich der Reisende doch immer wieder entscheiden!

Ein weiterer Aspekt Ninas Arbeit ist die Re-Integration von „Seelenanteilen“, die in traumatischen Situationen gleichsam „hängengeblieben“ sind. In diesem Fall „reist“ Nina in der Regel auch selbst für die Klienten, wofür ein tiefes Vertrauen notwendig sei, da es zu einer umfassenden Schau in die Tiefe des Menschen geschieht.

Nähere Informationen zur Arbeit von Nina Preißler: www.nina-preissler.net

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