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Psychische Erkrankungen durch Spiritualität?


11. August 2018

Wie entsteht Identität? Die Gefangenschaft im Seelenlabyrinth einer psychischen Erkrankung und der schizophrene Zusammenbruch des Ich wirft diese Frage unausweichlich auf.

Die schizoaffektive Psychose ist eine Mischung aus zwei relativ häufigen Krankheitsbildern der Psychiatrie: In ihr vereinen sich sowohl Symptome der Schizophrenie als auch der bipolaren Störung. Eine eindeutige, differenzierte Definition dieser Symptome, die die Psychiatrie für sich als „Krankheitsbild“ ersonnen hat, ist bis heute nicht gelungen.

Susan Otto, die Autorin des Buches „Schizoaffektiv – überbordende Innenwelten“, stellte sich 15 Jahre nach Diagnosestellung die Frage, ob die als wesensfremd empfundenen Gedankeninhalte während einer Wahnvorstellung wirklich nur durch ein Ungleichgewicht der Botenstoffkonzentration entstehen oder ob es nicht viel wahrscheinlicher ist, dass die Gedankenwelt bruchstückhaft ein „Bedeutungserlebnis“ darstellt. In ihrer Psychose erfährt sie, dass eine Symbolik, an der sie jahrelang gedanklich festhielt und die vorher rein geistiger Natur war, also als „Idee“ vorlag, Jahre später Gestalt annimmt und ein zweites Mal mit einer durchschlagenden Kraft in ihr Leben tritt und schließlich zu einer Persönlichkeitsveränderung führt. Für sie ist es der Beweis, dass Konzentration dazu führt, dass Ideen lebendig werden und dass man sich durch die Kraft der Gedanken seine eigene Wirklichkeit schafft.

Susan hat selbst mindestens viermal den positiv und negativ gepolten Zusammenbruch und den Wiederaufbau ihrer Identität erlebt und war innerhalb von 6 Jahren mehr als zwanzig Mal in stationärer und teilstationärer psychiatrischer Behandlung.
Sie geht davon aus, dass sie sich ihre „Erkrankung“ selbst durch schwarzmagische Rituale, die sie während ihrer Jugend über mehrere Jahre -damals noch nichts von Ursache-Wirkung wissend- herangezogen hat. Später erhielt sie die Bestätigung ihrer Annahme durch Literatur aus dem Bereich „Okkultismus“ sowie „Exorzismus und Besessenheit“.

Immer mehr Menschen, die aufgrund einer Persönlichkeitsveränderung einer psychiatrischen Therapie ausgesetzt sind, kommen unabhängig von anderen Betroffenen zu dem Resümee, dass ihr Leiden einen von der Psychiatrie unbeachteten Nebeneffekt hat, nämlich die Erweiterung von Bewußtseinsräumen, die Fähigkeit zur außersinnlichen Wahrnehmung, sowie Verbundenheitserfahrungen, die in der Physik als Verschränkungskorrelation bekannt sind.

Das Besondere an Susann Ottos Buch ist, dass sie sowohl hoch authentisch ihre persönlichen Erfahrungen schildert , als auch einen fundierten Überblick über die Forschungsansätze in der Psychiatrie gibt.

Literatur von Susan Otto: “Schitzoaffektiv – Überbordende Innenwelten”

Kontakt via eMail: hilarion82@web.de

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