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Dresden und die Bilderberger 2016


11. Mai 2016

Götz Wittneben im Gespräch mit Andreas Beutel, Pythagoras-Institut, Dresden aus aktuellem Anlass vorgezogene #6 in der Reihe „Horizonte des Herzens“

Nach den bisherigen Gepflogenheiten fanden in den Präsidentschafts-Wahljahren die Konferenzen der sogenannten „Bilderberger“ – jenem internationalen Club von hochrangigen Industriellen, Politikern, Militärs und Mainstream-Medien – in den USA statt. So war es für viele, die das Treiben dieser Gruppe seit langem verfolgen, eine große Überraschung, als bekannt wurde, dass die diesjährige Konferenz vom 9. bis 12. Juni 2016 im Taschenbergpalais in Dresden stattfindet. Nicht irgendwo draußen, weiträumig abgeschottet, wie bei nahezu allen bisherigen Treffen, nein, diesmal mitten in der Stadt. Aber warum ausgerechnet Dresden?

Andreas Beutel, der in Dresden geboren ist und dort lebt, zeigt anhand der Geschichte der Stadt, dass das kein Zufall sein kann. Eine Provokation gar? So nach der Art: „Okay, bisher haben wir versucht, unsere Treffen möglichst geheim zu halten, denn ihr solltet keinen Zusammenhang zwischen unseren Treffen und anschließenden politischen Ereignissen vor allem in Europa erkennen. Aber da nun das alles in den letzten Jahren offenbar wurde, werden wir euch zeigen, welche Macht wir haben!“

In der Nacht vom 13./14. Februar 1945, also kurz vor Kriegsende, warf die Royal Air Force (RAF) 2978 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf Dresden. In seiner Ausgabe 25/1963 sprach der SPIEGEL noch von 135.000 Toten, was aufgrund der von Flüchtlingen überfüllten Stadt schon äußerst wenig erscheint. Eine „Historiker-Kommission“ der Stadt Dresden rechnete die Zahl der Opfer nun offiziell auf 25.000 herunter und schließt die Archive vor der Öffentlichkeit für 60 Jahre. Dresden war definitiv Ziel eines sinnlosen Terrorakts, der gegen die Haager  Landkriegsordnung verstieß und hätte geahndet werden müssen. War es sogar ein „Brand-Opfer“?

Die archäologischen Funde deuten darauf hin, dass Dresden schon vor ca. 7000 Jahren ein zentraler Ort war. Das „Elbflorenz“ war ein kulturelles Zentrum Deutschlands mit einer großen Ausstrahlung. Und heute gehen von Dresden Impulse aus, die der herrschenden politischen Korrektheit zuwiderlaufen. Wie also wird die Öffentlichkeit auf das Bilderberger-Treffen mitten in Dresden reagieren? Welche Optionen hat der Einzelne, um dieser selbsternannten Machtelite die Macht zu entziehen?

Andreas Beutel: http://www.pythagoras-institut.de/

Götz Wittneben: http://www.wenn-wir-wuessten.de/

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