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Die Seele der Nationen – Wolfgang J. Aurose


13. Oktober 2016

Götz Wittneben im (Skype-)Gespräch mit dem Ethnologen und Publizisten Wolfgang J. Aurose (Oregon, USA). Gerade angesichts der letzten Immigrationswellen scheint es wichtig zu sein, zu schauen, ob in diesem Phänomen vielleicht die Chance verborgen ist, dass die Deutschen sich wieder ihres unverwechselbaren Wesens (unter allen anderen einzigartigen Nationen) bewusst werden können. Deutschland ist eine der ganz wenigen Nationen der Erde, die sich in den letzten Jahrzehnten ihrem Schatten gestellt, sich also mit den Gräueltaten der Vergangenheit ihres Volkes auseinandergesetzt haben, was bei vielen Nationen – gerade auch ehemaligen Kolonialherren – noch aussteht. Zu jeder Nation gehört Licht und Schatten und der Schatten will integriert sein, wenn evolutionäre Weiterentwicklung möglich sein soll. Deutschland erlebte vor dem Absturz in die Naziideologie eine Blütezeit auf kulturellem, geistes- und naturwissenschaftlichem Gebiet. Von 1900 – 1933 regnete es an Nobelpreisen sowohl in der Naturwissenschaft (u.a. 14 Chemie, 11 Physik, 6 Medizin) als auch in der Literatur (5), die an Deutsche gingen.

„Mit ‚Seele‘ einer Nation meine ich ein sich entwickelndes Erfahrungsfeld im Sinne eines nicht materiellen Informationsfeldes, es geht nicht um Rasse oder festgeschriebene Volkskultur. Ein Feld, das Prozessen unterworfen ist, beim Einzelnen wie auch bei Nationen“, so der aus Deutschland stammende Ethnologe und Publizist Wolfgang J. Aurose in seinem Eingangsstatement. Beispielsweise seien die heutigen Griechen genetisch kaum als Nachfahren der Hellenen vor 2000 Jahren zu bezeichnen, sondern als die Nachfahren der Albaner und Skipetaren, die vor mehr als 1000 Jahren das Land erobert und die ursprünglichen Hellenen auf die Inseln verdrängt haben. Die heutigen Bewohner Griechenlands sehen sich voller Stolz als Griechen und als Nachfahren der Hellenen – die sie rein genetisch aber gar nicht sind. In einer mehr und mehr globalisierten Welt ist es daher wichtig, sich dieser jenseits von Abstammung und Mythos liegenden „Seele der Nationen“ bewusst zu werden. Aber eben auch ihres Schattens, um nicht in alte Formen des Nationalismus und des Chauvinismus zurückzufallen.

„Jeder Mensch ist ein einzigartiges, sich stetig wandelndes und sich entwickelndes Erfahrungsfeld. Niemand sieht die Welt auf identische Weise. Gleichzeitig sind wir alle aber eingebunden in das Globale Feld, darüber hinaus auch in das Universale Feld (im Sinne einer geschachtelten Holarchie {G.W.}).“ Diese Kernaussage hat Wolfgang und seine Partnerin Soleil Aurose (Psychologin) zur Entwicklung eines Workshops „Soul of Nations“ angeregt, den sie seit 2011 schon in einer Reihe von Ländern erfolgreich durchgeführt haben. Dabei lernen die internationalen Teilnehmer u.a. mit einer körperorientierten Technik – der von Soleil entwickelten „Hladina-Methode“, auf heilsame Weise ihren Schatten zu erkennen und anzunehmen – und gleichzeitig den ihrer jeweiligen Nation. Mit meist, wie Wolfgang sagt, sehr überraschenden und befreienden Erfahrungen.
Ab 26. November 2016 werden die beiden Autoren- und Workshopleiter eine solche Veranstaltung in der Leipziger MUT-Fabrik anbieten.

Weitere Workshops und nähere Informationen: www.sunwolfcreations.com
Literatur: Wolfgang Aurose, „Die Seele der Nationen. Evolution und Heilung“, Europa Verlag, 2014. Soleil Lithman, „Die Hladina Methode“, Via Nova Verlag, 2008

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