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Bilderberg 2016 in Dresden – Im Westen nichts Neues


13. Juni 2016

Dass die Bilderberger sich erstmal im Zentrum einer Großstadt trafen überraschte bereits im Vorfeld. Verwunderlicher jedoch waren die verhaltenen Proteste, welche weit hinter den Erwartungen zurück blieben. Bei dem Treffen selbst kamen wie in jedem Jahr etwa 130 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Militär zusammen, um die aktuellsten Themen der Weltpolitik zu besprechen. Der Tagungsort wurde bereits zwei Tage vor der Anreise der Teilnehmer mit einem Betonzaun abgeriegelt. Polizeikräfte hatten die Anweisung Transparente, Megafone oder sonstige verdächtige Gegenstände zu konfiszieren und die Besitzer vorübergehend festzunehmen. Zahlreiche Videos auf YouTube dokumentieren einige dieser Festnahmen.

Der Journalist Robert Fleischer hatte sich am Tag zuvor noch als gewöhnlicher Gast in das Hotel Kempinsky im Taschenbergpalais eingemietet. Er recherchierte im Nachlass von Walter Scheel zu den Bilderbergern, dessen Vorsitzender Scheel ab dem Jahre 1979 war. Aus den Akten geht hervor, dass die Bilderbergkonferenz 1980 in Aachen großzügig vom Steuerzahler mitfinanziert wurde.

Doch genau da liegt der Haken. Entweder sind die Bilderberg-Treffen privat oder sie sind offiziell. Denn wenn der Steuerzahler an der Finanzierung solcher Elitetreffen beteiligt ist, so hat er auch ein Recht darauf, von den Medien genaustens darüber informiert zu werden, was auf diesen Konferenzen besprochen wird. Anderenfalls müssten die Veranstalter oder die Teilnehmer für alle Spesen privat aufkommen und dies betrifft auch die Sicherheitsmaßnehmen, um den Tagungsort vor unliebsamen Journalisten und Demonstranten zu schützen.

Über 400 Einsatzkräfte waren waren in Dresden an der Absicherung der Bilderberg-Konferenz beteiligt. Die Kosten für die über 4 Tage andauernden Sicherheitsmaßnahmen, welche von der deutschen Polizei durchgeführt worden sind, dürften definitiv auf das Konto der Steuerzahler gehen. Und damit ist die Forderung nach einer transparenten Aufklärung durch eine Berichterstattung seitens der Medien nicht nur eine legitime Forderung, sondern tatsächlich ein Grundrecht.

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