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Doppelstandard der Meinungsfreiheit

5. Mai 2016
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Der Böhmermannskandal bot den Protagonisten der deutschen Leitmedien die Gelegenheit, sich als glühende Verfechter der Meinungsfreiheit zu inszenieren. Als aber schon zuvor ein Mann die Meinungsfreiheit bis an die Schmerzgrenze nutzte und seine Lebensgrundlage riskierte und verlor, klatschten die Medien Applaus. Dieser Mann war Akif Pirinçci. Im NuoViso Talk mit Hagen Grell erklärt er seine Motive und den Doppelstandard der Meinungsfreiheit in Deutschland.

Akif Pirinçci, das Enfant Terrible der deutschen Schriftstellerszene, kam als Sohn türkischer Eltern 1969 nach Deutschland. Als Schriftsteller wurde er Ende der 1980er bekannt und trat in die Öffentlichkeit. Mit Witz, Derbheit, Provokation und Mut sammelte er gerade in den letzten Jahren neue Fans. Von den Leitmedien wurde ihm Hetze, Rechtspopulismus und Islamfeindlichkeit vorgeworfen. Er selbst versteht sich als Deutscher durch und durch. Am 19.10.2015 kam allerdings sein Verhängnis, als er auf einer PEDIGA-Veranstaltung redete. Derbe Sprache gegen die Straftaten einiger zugewanderter Moslems und ein KZ-Vergleich, der von der Presse ins Gegenteil verkehrt wurde, bewirkten, dass sein Verlag sich von ihm trennte und seine Bücher nicht mehr verkauft wurden.

Pirinçci sieht seinen Fall im Vergleich zum Böhmermann-Skandal als eklatanten Doppelstandard. Böhmermann komme mit einem Klaps auf die Finger davon, während Pirinçcis gesamte Existenz zerstört wurde, die er nun mühsam neu aufbauen muss. Die Presse veranstaltete ein Anti-Pirinçci-Feuerwerk, das obendrei auf einer nachweislich falschen Darstellung beruhte.

Im Gespräch kommt Pirinçci auch zu einigen seiner vorangegangenen Kontroversen zu Wort. Seine Islamkritik zum damaligen Todesfall von Daniel S., seine Hassliebe zur Feministinnen-Zeitschrift Emma, sein Buch „Deutschland von Sinnen“ und sein Streit mit der Pro-Frühsexualisierung eingestellten Prof. Elisabeth Tuider (Uni Kassel).

Pirinçci sagt: Wir leben in einer Zeit der politischen Korrektheit. Sein Wirken in den letzten Jahren habe eine Welle des Muts zur politischen Unkorrektheit ausgelöst. Und diese Bewegung wird weiter gehen.


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