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Coole Aktion: Bürger ergreifen das Grundgesetz – Ralph Boes im NuoViso Talk

18. April 2018
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Er ist Deutschlands bekanntester Hartz-IV Aktivist – doch Ralph Boes aus Berlin liegt nicht etwa tagsüber „auf der faulen Haut“, sondern meldet sich jetzt in einer hochaktuellen Debatte zu Wort: Während die SPD auf Bundesebene öffentlich darüber nachdenke, ein „Solidarisches Grundeinkommen“ einzuführen, täusche sie in Wahrheit absichtlich darüber hinweg, dass eine tatsächliche Abkehr von Hartz-IV überhaupt nicht geplant sei.

Boes, der sich ehrenamtlich in Vollzeit für die Rechte von Langzeitarbeitslosen einsetzt, während er zur Strafe seit langer Zeit „Vollsanktioniert“ ist, also keinerlei Leistungen vom Staat erhält, plant nun, pünktlich zum 69. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes, eine nie da gewesene, politische und soziale Kunstaktion: Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der medialen Öffentlichkeit auf den seiner Bedeutung nach zentralen Artikel 20 GG zu lenken, in dem erstmalig beim Lesen des Grundgesetzes das Wesen der demokratischen Verfasstheit des Staates auftaucht, und vor allem, dass das Volk der oberste Souverän aller Regierenden sei. Als vor dem Berliner Bundestagsgebäude riesige Glasstelen mit den ersten Artikeln der Verfassung errichtet wurden, sei ausgerechnet nach Artikel 19 Schluss gewesen, kritisiert Ralph Boes. Nun planen er und sein Verein eine spektakuläre Tafelrunde.

Redakteur Norbert Fleischer in einem aufrüttelnden Gespräch mit dem Sozialkünstler Ralph Boes.

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