Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

OK
Passwort vergessen?

Der Mythos des „Dunklen Mittelalters“


30. November 2018

DVD „Stoner frank & frei“ jetzt bestellen

Oft sprechen wir leichtfertig vom „Finsteren Mittelalter“. Die Epoche gilt als Synonym für Aberglaube, Elend und ein mühseliges Leben im Schmutz. Doch schon ein Blick auf die Baudenkmäler jener Zeit, lässt einen an diesem Vorurteil zweifeln, die Schönheit und Erhabenheit der gotischen Kathredalen spricht eine andere Sprache. Dazu kommen zahllose bürgerliche Bauten in den überall im Land aufblühenden Städten, wie Rathäuser, Brücken, Brunnen usw.

Bei genauem Hinsehen entdeckt man eine dreihundertjährige Blütezeit von Handel, Baukunst, Handwerk, Kultur. Der Motor dieses Wachstums könnte im damaligen Wirtschaftssystem liegen, welches dem weiblichen Prinzip folgte. Die sog. Renovatio Monetarum, die Gelderneuerung der Brakteatenwirtschaft, stellt de facto einen Negativzins dar und bewegte die Menschen dazu, ihr Geld in Umlauf zu bringen, anstatt Schätze zu horten.

Ein frischer, wenn auch etwas romantischer, Blick auf den gotischen Menschen und seine verkannte Zeit.

mehr sehen


nuoviso shop


Kommentare


9

avatar
9 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
1 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
9 Kommentatoren
benno.gross@ymail.combenjamin.gebhardt@gmx.desdgbwr@freenet.deemailvuia.rita@gmail.com Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
benno
benno

boah… starkes abschlusszitat! man merkt mal wieder, dass es im grunde ganz einfach ist: wenn wir zusammenarbeiten – oder besser gesagt: zusammen handeln! – wird so einiges möglich. Das beschriebene Geld-/Wirtschaftssystem hat mich direkt an das Freigeld nach Silvio Gesell erinnert. Verschiedene Freigeldexperimente zeigten Anfang des 20. Jhds., dass es dabei zu Wirtschaftsaufschwüngen kam. Als ich zum ersten Mal davon gehört hatte vor einigen Jahren, schien es mir völlig irr zu sein das Gegenteil zu tun. Es passt auch wieder völlig in die Naturphilosophie rein: es muss halt fließen! Sonst gibts Stau, Blockaden, Druck usw. was – ganz nach W.… Weiterlesen »

benjamin
benjamin

Vielen Dank für die Erinnerung an das „goldene Zeitalter“ und die Richtigstellung, dass der Großteil des menschlichen Wahnsinns erst danach anfing. Dein Beitrag hat mich wie immer inspiriert „wach“ zu bleiben und die Ursache des heutigen Irrsinns – nämlich der Zins – nicht zu vergessen. Darüber spricht heute keiner mehr, mit Ausnahme von Dir. Danke.

sdgbwr
sdgbwr

Guter Beitrag, viele interessante Aspekte. Und ich glaube, das so ziemlich jeder sich etwas anderes unter finsterem Mittelalter vorstellt. Tja, wär hätte es gedacht, das Bürgertum war tatsächlich mal sowas, wie revolutionär, wenn auch „nur“ gegen Kirche, Kaiser-, König- und Fürstentum, die damals ja sowas wie den Staat bildeten. Sie hatten eben andere und vor allem eigene Interessen und standen für wirtschaftliche Weiterentwicklung. Und sie hatten auch Ihren Stolz und demonstrierten ihre Macht und Unabhängigkeit auch, durch Prunkbauten und eigene Kirchen. Ob es in den Städten tatsächlich allen so gut ging, würde ich bezweifeln. Die Überlieferungen handeln ja von denen,… Weiterlesen »

email
email

Lieber Frank: mach dich mal aktuell kundig zu chartres… da wird ja restauriert: die schwarze madonna ist braun überpinselt, ja man weiss im netz aufgrund vieler fehlerzuschreibung gar nicht, was und wo denn die echte schwarze madonna ist, aber es ist die in kirchenschiff und sie ist jetzt angemalt und schaufensterpüppchenmäßig geschmückt… die wände der kathedrale sind weiss…was dass für die magie der fenster bedeutet, kann sich jeder denken. manchmal scheint es, als würden die bestimmten kräfte ganz bewusst hier eine magie zerstören?

vuia
vuia

Einfach wunderbar! Danke

farwela
farwela

Schön herausgearbeitet, wie erfüllt die Gemeinschaft damals streckenweise gewesen sein muss. Insbesondere eine Stadtführung von Lübeck empfiehlt sich, weil dort noch viele Aspekte des mittelalterlichen Gemeinwesens sichtbar sind. Neben dem Rathaus, den Kirchen und dem Holstentor auch das Heiliggeist-Spital, ein Zufluchtsort für Bedürftige, gesponsert von den Kaufleuten. Sehr geniale Sendung, wie meistens! Eine Kleinigkeit würde ich noch ergänzen: Neben der Pest spielte sicherlich auch die kleine Eiszeit eine größere Rolle für den Niedergang.

netsuke
netsuke

Bei Deiner Erzählung sind bei mir schöne alte Assoziationen zu „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet oder dem Computersimulationsspiel aus den 90’er Jahren „Der Patrizier“ wach geworden. Ich habe damals viele, viele Stunden für das Lesen und Spielen verbracht, die in mir eine bildhafte Sicht auf das Mittelalter entstehen ließen. Du hast mit Deinem Beitrag viele neue Aspekte, die mich heute bewegen in meinen Geist gehaucht. Vielen Dank dafür.

mirko
mirko

Prima erzählerisch dargeboten, lieber Frank. Bin wieder mal begeistert. Das von dir empfohlene Buch vom Herrn Walker ist vorgemerkt. Mein Abo bekommt ihr. Herzlich Mirko Rathke / At. Lichterloh Leipzig

alexander
alexander

Ein sehr wichtiges Thema..Nuoviso/Frank.. Geschichtsaufklärung als Alternativdenken für ein Aufbauen einer neuen Zukunft. Bin auch vor einigen Jahren auf dies Thema und Fazit gestoßen.. Das Mittelalter wurde definitiv durch die Machtstrukturen(Kirche7Eliten) der folgenden Zeiten dämonisiert, da der Mensch im Mittelalter schon eine Form von Freiheit in sich hatte, welche wohl in den letzten 10000Jahren nicht vorkam und ein hohes Maß an Sozialwesen und vor allem das Thema Geldwesen. Das Thema, wie organisiere ich das Gemeinwesen und Individualität, wird das zentrale Thema der nächsten Jahrzehnte, inklusive schmerzhafte Umwälzungen. Und da ist der gereinigte Blick ins Mittelalter ein wichtiger Bestandteil. Vielen Dank..für… Weiterlesen »

nuoviso unterstützen


Wie sollte das Fernsehen der Zukunft aussehen? Wir haben da eine Vorstellung. Es sollte nicht zwangsfinanziert sein und auch unabhängig von einzelnen großen Geldgebern um eine Unabhängigkeit unseres Programmes gewährleisten zu können.

Allein Du solltest bestimmen, was Dir die Unterstützung eines freien Mediums wert ist und somit nimmst Du auch direkt Einfluss auf Quantität und Qualität unseres Programmes. Es gibt verschiedene Möglichkeiten um uns zu unterstützen. Entscheidest Du Dich für eine monatliche Unterstützung (Plusabonnent), möchten wir Dir gern auch zusätzlich noch etwas zurückgeben.

Mit einem monatlichen Abo erhälst Du Zugriff auf unseren NuoViso+ Bereich und kannst somit unsere Produktionen bereits vor der offiziellen Veröffentlichung sehen. Außerdem erhälst Du exklusiven Zugriff auf einige Filme und Kongresse.

per Überweisung


Überweisung:

NuoViso Filmproduktion
PNB Paribas / Consorsbank
IBAN: DE78701204008376790005
BIC: DABBDEMMXXX
Verwendungszweck: „Unterstützung“

Newsletter


Informiert bleiben? Dann melde dich für unseren Newsletter an:

vorschläge für dich