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Wir lernen Nina Hagen kennen… von einer ganz anderen Seite

11. März 2008
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Mit großen Medieninteresse wurde die Irak-Konferenz 2008 verfolgt. Es waren Kamerateams von SecretTV und NuoViso anwesend. Bekanntlich werden deren Beiträge oft gesendet und da braucht es schließlich kein ARD, ZDF oder RTL, um über die paar Pappnasen zu berichten, die sich da öffentlich hinstellen um endlich Frieden zu fordern.

Redner bei dieser Veranstaltung Grimmepreisträger Frieder Wagner, der es sich erlaubt hat einen Film über die Uranmunition zu produzieren. „Die verstrahlten Kinder von Basra“ zeigt die Uranmunition, welche die NATO massenweise in Jugoslawien und im Irak verschossen hat und weiterhin verschießt. Wovon wir so gut wie gar nichts wissen. Im Auftrag des WDR hatte er ihn produziert. Er wurde nie gesendet. Bezahlt hat er ihn aus eigener Tasche und nun sitzt er auf einem Film, der einen revolutionären Flächenbrand auslösen könnte, und keiner will ihn sehen oder aufführen. Uns zeigt er den Film und wir sind beeindruckt und fassungslos zugleich.

Ausserdem ist anwesend Buchautor Wolfgang Eggert, der sich seit 18 Jahren mit den Strippenziehern im Hintergrund beschäftigt. Wir tauschen mit Herrn Eggert Kontakte aus und warten auf Nina Hagen, die sich ebenfalls ankündigte. Schnell mache ich ein paar Schnittbilder und es ergibt sich ein Interview mit Annette Schiffmann, der Organisatorin der Irak-Konferenz. Nina können wir auch noch später interviewen…

Das Interview hat mich bewegt. Vor allem weil es wiedereinmal bewußt und deutlich macht, wie wenige Menschen sich engagieren und wie schwer es die wenigen haben.

Nina Hagen setzt sich mit ihrem Namen dafür ein, dass einige Themen wenigstens etwas der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Nina Hagen hat ausserdem Elisabeth Kucinich aus den USA mitgebracht. Sie ist die Ehefrau des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten Dennis Kucinich. Seit dieser allerdings öffentlich verkündete, er habe ein UFO gesehen und es erfüllte ihn in tiefsten Herzen, hat man in der Mainstream-Presse so gut wie nichts von ihm wahrnehmen können.

Die Chance lassen wir uns nicht entgehen und bekommen unser Interview mit Elisabeth Kucinich. Nina können wir später noch interviewen.

3 Stunden später sitzen wir mit Nina Hagen, Wolfgang Eggert und Frieder Wagner in einem Kaffee und lernen uns kennen. Man ist sich symphatisch. Für ein Interview sind wir zu faul und ausserdem geht das ja später auch noch. Wann sitzt man schon einmal mit einem Star beim Kaffee? Nichtmal ein Foto springt raus.

Im alten BKA Theater soll es am Abend eine Show geben mit Nina Hagen. In ihren Geburtstag möchte sie reinfeiern. Wir sind eingeladen worden, um zu filmen. Gern nehmen wir dieses Exclusivangebot an. Es sind die selben Gäste geladen wie auf der Pressekonferenz. Vielversprechend drücke ich 3 Stunden später auf den RECORD-Knopf an meiner Kamera und sage mir innerlich: „Vorhang auf!

Der Abend endete mit vielen interessanten Bekanntschaften und noch mehr Erkenntnissen. Vor allem aber habe ich jetzt eine genau Definition von „Infotainment“. Ein Interview brauche ich auch nicht mehr zu machen, denn es ist alles gesagt.


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