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Mit Nina Hagen auf ner Antiatomwaffen-Demo

9. Juni 2008
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– Frank Höfer –

Nachts um 3.00 Uhr klingelt das Telefon. Ein Anruf aus Los Angeles. Am Apparat ist der Manager von Nina Hagen. Er bittet uns tags darauf nach Büchel zu kommen, um das dort stattfindende Ereignis zu dokumentieren.

Wir lassen uns nicht lange bitten und sagen trotz finanzieller und zeitlicher Knappheit zu.

Die Fahrt beginnt in den frühen Morgenstunden und wir erreichen gegen 12 Uhr den Militärstützpunkt in Büchel, auf welchem Atombomben der NATO gelagert sind.

Einige Demonstranten sind bereits anwesend. Auch sind immer mehr „Gelbe“ zu beobachten. Diese entstammen der Organisation „European New Resistance“. Sie alle sind gekommen, um dafür einzustehen, dass die weltweite atomare Aufrüstung ihr baldiges Ende findet. Ein atomarer Konflikt ist niemals die Lösung für irgendein Problem. Dennoch bedrohen die NATO-Staaten, angeführt von den USA in immer zunehmenderen Maße die Souveränität Russlands. Sei es mit der militärischen Provokation im Kaukasus oder mit der Errichtung der „Globale Missile Defense“ in Polen und in der Tschechei.

Nina Hagen kommt an. Wir schnappen uns Nina, um mit ihr ein Interview zu führen. Sie spricht das Problem der in Deutschland gelagerten Atomwaffen an. Ausserdem erzählt sie von den Lügen der NATO-Staaten, um diese kriegerischen Provokationen zu begründen.

Schlimmer noch wiegt die Tatsache, dass immer mehr ans Licht der Öffentlichkeit dringt, wie man die Folgen des Einsatzen von Uranmunition (DU) einzuschätzen hat. Frieder Wagners preisgekrönter Film „Die verstrahlten Kinder von Basra“ gibt mehr Aufschluss darüber.

Die Sonne scheint in voller Pracht. Es gibt der Veranstaltung all die positive Energie, die sie benötigt. Und so kommt es, dass am frühen Nachmittag 2000 Demonstranten die 6km lange Marschroute, rund um das Bundesgewehrgelände in Büchel demonstrieren.

Von seiten der Organisatoren der „Zukunft atomwaffenfrei“ war ziviler Ungehorsam angekündigt. Diese Aktion zog insgesamt 24 Verhaftungen nach sich.

Nachdem sich der Demonstrationszug aufgelöst hatte, standen Konzerte an. Wir nutzten die Zeit, um ein paar Demonstranten sowie Polizisten zu interviewen. Wir stellen auch hier wieder einmal fest, dass die Polizei nicht der Feind ist. Auch in den Uniformen stecken Menschen, die sehr oft ganz und gar nicht mit der Politik ihres Landes einverstanden sind.


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