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Mainstreammedien bittet NuoViso um Verbreitung von Verschwörungstheorien

9. Februar 2010
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– Frank Höfer –
Am 9. Februar 2010 konnte sich jeder GEZ Zahler davon überzeugen, dass die sogenannten „Verschwörungs Webseiten“ nicht nur ein Hort von Spinnern sind, die in der Diskussionsrunde von ARTE sogar als „Vollidioten“ betitelt wurden – nein: sie sind regelrecht gefährlich, untermauern sie doch die antiwestlichen Argumente der islamistischen Terroristen und gefährden sie die Demokratie.

So war der Tenor ab 20.15 Uhr in der ARTE Dokumentation „Journalismus auf Abwegen?“

Als der Autor dieses Filmes (Ted Anspach) im Mai 2009 recherchierte, wurde auch ich angerufen und gebeten, für den Film ein Interview zu geben. Man versicherte mir am Telefon, dass sich der Film seriös mit Inhalten beschäftigen wird und nicht dazu diene, die „Verschwörungstheoretiker“ zu diskreditieren.

Ich sagte also einem Interviewtermin zu, da ich mir nicht von vornherein anmaßen wollte, zu behaupten, man würde ohnehin wieder nur Desinformation verbreiten und jeden klar denkenden Menschen in die antisemitische Ecke stellen.

Arte fragte also, ob sie mich bei meiner Arbeit filmen könnten. Und so bot ich an, mich bei einem Interviewtermin mit Grimmepreisträger Frieder Wagner zu begleiten und somit einen tiefen Einblick zu geben hinter die Kulissen von NuoViso. Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt gerade an meinem Dokumentarfilm „Kriegsversprechen„“, und habe wirklich alles getan, um ARTE einen angenehmen und gewinnbringenden Dreh zu ermöglichen.

Ich dachte, das wäre ein absolut tolles Angebot für Arte, denn weil ich selbst aus der Medienbranche komme, weiß ich, wie dankbar man als Redakteur ist, wenn es einem die sogenannten Protagonisten einer Reportage so einfach machen. Ich bot an, kostenlos mitzumachen, plante den Dreh für Arte, hätte sehr interessante Dinge im Interview erzählen können und habe ihnen auch Filmmaterial für die Reportage angeboten, wovon ich nach 2,5 Jahren NuoViso Filmproduktion nun weiß Gott massenweise besitze.

Seit diesem Angebot hörte ich nichts mehr vom Redaktionsteam um Ted Anspach. Nicht einmal eine Absage erhielt ich. Zumindest eine Absage wäre doch wohl ein Gebot der Höflichkeit gewesen.

Nachdem der Film nun im TV ausgestrahlt wurde, ist mir nun klar, wieso man an einem derartigen Angebot meinerseits nicht interessiert war. Denn obwohl ich hoffte, endlich eine einigermaßen seriöse Berichterstattung über die Wahrheitsbewegung zu sehen, bin ich nun regelrecht schockiert darüber, dass man in dem Film wirklich alle Tricks angewendet hat, um die komplette alternative Berichterstattung im Internet als antisemitische Volksverhetzung darzustellen.

Ein Grimmepreisträger, der einen Film über die entsetzlichen Folgen vom Gebrauch von Uranwaffen drehte und dafür den europäischen Fernsehpreis erhielt, eignet sich wohl eher nicht so gut, um die „Verschwörungstheoretiker“ runterzumachen. Man hat schon mit Bedacht darauf geachtet, möglichst schwarze Schafe für die Präsentation der Wahrheitsbewegung zu wählen. Ein seriöser Frieder Wagner passt da eben nicht rein – der Zuschauer soll ja nicht verwirrt werden. Denn wenn man gezeigt hätte, wie NuoViso ein Interview mit Frieder Wagner führt, hätte man dem Zuschauer nicht vorenthalten können, was Herr Wagner denkt. Man hätte auch erfahren, wie man die Doku „Todesstaub“ totschweigt und wie man den bislang erfolgreichen Filmemacher Wagner nunmehr ignoriert Und das wäre nun wirklich nicht gegangen, denn was Herr Wagner sagt, hat nunmal Hand und Fuß.

Ich bin zutiefst erschüttert und enttäuscht von ARTE.

Am gleichen Abend ging es dann aber um 23.15 Uhr weiter auf dem ZDF mit der Dokumentation „Osama Bin Laden – Mythos und Wahrheit“

Im NuoViso Email-Postfach fand sich 3 Tage vor Ausstrahlung eine Email des öffentlich-rechtlichen Senders ZDF. Darin heißt es:

Sendungshinweis: „Die Jagd nach Osama bin Laden – Mythos und Wahrheit“ im ZDF

Sehr geehrter Herr Höfer,

weshalb ich Sie anschreibe? Gerne möchte ich Sie mit dieser E-Mail darauf hinweisen, dass wir am kommenden Dienstag, 9. Februar, um 23.15 Uhr die Dokumentation „Die Jagd nach Osama bin Laden – Mythos und Wahrheit“ im ZDF zeigen werden.

Es würde mich freuen, wenn dies Ihr Interesse an unserer Dokumentation geweckt hat und Sie Ihre Leser darauf hinweisen könnten.

Ich begrüße die Entscheidung des ZDF, über alternative Medienportale auf ihre Sendungen aufmerksam zu machen. Offenbar erkennt man langsam das Potential hinter solchen Portalen. Darum schrieb man dann wohl auch gleich alle Webseitenbetreiber mit alternativen Inhalten mit der gleichen Email an, um auch einen großen Effekt zu erzielen. Warum nicht ? Probieren kann man es ja mal.

Bei dem Film handelt es sich um eine eingedeutschte Fassung einer BBC Dokumentation. Im Original heißt der Film „Osama Bin Laden – Dead or Alive?“ Aber ob tot oder lebendig – diese Frage wird in dem Film gar nicht beantwortet.

Stattdessen bekommt man einen Interviewpartner zu sehen, der nur als Schattengestalt – dafür aber als ranghoher „Delta Forca Commander“ vorgestellt wird.

Man stelle sich nur vor, NuoViso würde solche Phantome als seriöse Interviewpartner anbieten.

Dieser gesichtslose Delta Force Commander erzählt in der ZDF Dokumentation davon, wie nahe man Osama Bin Laden bereits gekommen war.

Im Film heißt es: „Ein US Soldat dreht während der Schlacht mit versteckter Kamera. Bin Laden ist im Visier.“

Daraufhin sieht man einen Berg und aus dem Hintergrund hört man den anonymen Kameramann sagen: „Dort oben auf dem Berg soll sich Osama Bin Laden verstecken“. Also wenn das nicht ein ganz eindeutiger Beweis dafür ist, dass Osama Bin Laden…was auch immer.

In dem Film kommen aber auch seriöse Menschen zu Wort wie der Theologie-Professor David Ray Griffin, dessen Aussagen vom Kommentator der Dokumentation allerdings stets abgewertet werden. Auch NuoViso führte ein Interview mit David Ray Griffin, welches wir „unseren Lesern“ als weiterführendes Informationsmaterial zu der ZDF Dokumentation dringend empfehlen.

Desweiteren trumpft man nun mit einem Fotoexperten auf, der mit einfachen Photoshop-Kenntnissen aufzeigt, warum das oft für gefälscht erklärte Bin Laden-911-Geständnis-Video doch echt sei. Warum der echte gefälschte Bin Laden auf dem Video mit der rechten Hand schreibt, obwohl Bin Laden Linkshänder sei, wird erstaunlicherweise als Frage in dem Film formuliert. Das wars dann aber auch schon. Da darf der Zuschauer dann mal ein paar Sekunden selber denken, bevor es dann weiter geht mit Erklärungen darüber, warum der von Delta Force und Marines völlig umzingelte und von Spionagesatelliten erfasste Osama Bin Laden aus Afghanistan flüchten konnte.

Ein ehemaliger Einsatzleiter der CIA gibt eine Antwort auf die Frage und stellt dieses Desaster natürlich als eine ganz clevere, aber leider schief gegangene Taktik des US Militärs und der CIA vor, die nämlich so aussah, dass man tausende Soldaten, die Osama umzingelten, wieder abzieht, damit der Bösewicht aus seinem Versteck kriecht. Bei diesem cleveren Manöver ist er dann aber doch irgendwie entkommen. Schade.

Mit solch manipulativen Machwerken einiger weniger Autoren wird der Bevölkerung seit nunmehr 8 Jahren der Krieg gegen den Terror „verkauft“. Über die Zahlen der zivilen Todesopfer, Kollateralschaden genannt, wird hingegen nirgends debattiert: Nicht auf ARTE, nicht im ZDF noch sonst irgendwo.

Autor dieses Filmes ist ein gewisser Michael Renz, der bereits den Film „11. September 2001 – Mythos und Wahrheit“ publizierte, der ebenfalls durch völlig spekulative und absurd anmutende Behauptungen ein Armutszeugnis für den öffentlich rechtlichen Journalismus ist.

Die Mainstream- Medien versagen total und man kann ihnen nun mittlerweile nicht mehr zu Gute halten, dass sie es nicht besser wüßten. Es findet eine gezielte Manipulation der Öffentlichkeit statt – eigentlich war das noch nie anders.

Es gibt schon zu denken, wenn mir Nachrichtenkonsumenten der Generation meiner Eltern zu verstehen gaben, dass sie bei den Abendnachrichten meinten, ein Deja-vu von Klaus Feldmann in der Aktuellen Kamera zu haben.

Aber seit es das Internet gibt und vor allem Portale wie YouTube (seit 2006) existieren, erkennen täglich tausende Menschen mehr, dass sie belogen wurden und immer noch belogen werden.

Das ist spürbar an den sinkenden Einschaltquoten und kündigenden Abonnenten und deswegen muss das Medienimperium nun mit voller Wucht zurückschlagen. Es ist wie der zappelnde Todeskampf eines Fisches an der Angel.

Gerade die 2 Beiträge am 9. Februar auf ARTE und dem ZDF haben gezeigt, dass die Seriösität von angeblich investigativen TV- Dokus extrem nachgelassen hat. Die psychischen Manipulations-Tricks, die man beim Herstellen einer solchen Doku anwenden kann, wurden hierbei völlig ausgereizt.

Und ich kann das beurteilen, da ich seit seit dem Jahr 2000 für das öffentlich- rechtliche Fernsehen gearbeitet und weit über 1000 Beiträge für Tagesschau und Familien-Tages-Programme geschnitten habe. Ich weiß, wovon ich rede und ich haderte mehr als 5 Jahre mit mir, wie ich mich entscheiden soll, ob ich weiterhin den bequemen Weg einer sicheren Anstellung mit Festgehalt gehe oder ob ich den Kampf gegen Goliath aufnehme und ein unabhängiges, alternatives Filmportal eröffne.

Letzteren Weg bin ich gegangen und ich bin froh darüber, denn spätestens jetzt, nach diesem wohl desinformierendsten Fernsehabend seit langem, wird deutlich, dass sich jeder Journalist und Redakteur, der für so ein „von oben gesteuertes“ Medium arbeitet und kein einziges Mal den Mund aufmacht, sich schuldig macht.

Millionen getötete Iraker und Afghanen – Palästinenser und Israelis – und bald wohl auch Iraner, Jemeniten und wer sonst noch so alles im Weg steht bei der Sicherung des „Amerikanischen Jahrhunderts“ stehen in keinerlei Verhältnis zur Sicherung unserer Demokratien.

Man muss heutzutage nicht wirklich darüber debattieren, ob der Krieg gegen den Terror eine Lüge ist, weil der Auslöser (911) ebenfalls eine Lüge ist. Es reicht bereits nur mal die Relation gegenüberzustellen. Man erinnere sich bitte daran, dass die NATO unter Führung der USA, den Kampf gegen den Terror als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 eröffneten.

An diesem Tag sind knapp 3000 Menschen aus allen Nationen ermordet worden. Die Bilder von den einstürzenden Türmen des World-Trade-Centers haben auch mich zutiefst erschüttert und mein Mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen. Jedoch sind die genauen Hintergründe bis heute völlig unklar, die Widersprüche nicht aufgeklärt, wobei die meisten Menschen an die von der Bushregierung verbreiteten Version glauben, da diese über die gleichgeschaltenen Medien weltweit verbreitet wurde.

Unreflektiert, widersprüchlich, unlogisch und kriegshetzerisch – das ist mein Vorwurf an fast ALLE deutschen Medien.

Im Geschichtsunterricht bei Frau Heinze wurde mir eingehämmert, dass sowas wie in Deutschland in der Zeit von 33 bis 45 nie wieder passieren darf und dass wir deswegen ALLE und JEDERZEIT wachsam sein müssen. Dazu wurde noch der Film „die Welle“ gezeigt und alle meine Schulkameraden waren sich sicher: Sowas passiert nie wieder, weil wir heute ja alle aufgeklärt sind und wachsam und ach so freie und unabhängige Medien haben.

An meinem ersten Ausbildungstag bei dem öffentlich-rechtlichen Sender wurde uns neuen Azubis ans Herz gelegt, dass wir einen Bildungsauftrag zu erfüllen hätten. Erstmals ernüchtert war ich als Azubi über die Qualität dieses Bildungsautrags als der Aufmacher der Abendnachrichten „Kübelböck rammt Gurkenlaster“ sein sollte.

Nach nunmehr 10 Jahren Berufserfahrung, nach Einblick in das Innenleben eines TV-Senders und durch selbstständiges Denken stelle ich heute mit Erschrecken und Traurigkeit fest, dass wir am Vorabend des gleichen höllischen Fehlers stehen, vor dem meine Geschichtslehrerin gewarnt hat, und wir offensichtlich noch nichts dazu gelernt haben. Wir werden schon wieder von unseren Regierenden verkohlt und verheizt und keiner merkts, weil Dieter Bohlen und Heidi Klum einfach spannender sind. Ich erinnere mich nicht, wer es gesagt hat „Jedes Volk kriegt das Fernsehen, dass es verdient hat“. Sollten wir nicht bessere Medien einfordern ? Haben wir als mündiger Bürger und GEZ-Zahler nicht einen Anspruch auf wahrhaftige, unabhängige Berichterstattung ?

Wenn die Medien ihre Rolle als vierte Gewalt in der Demokratie ausfüllen wollen, dann müssen sie mehr tun, als nur die alternativen Internetportale als demokratiefeindlich zu denunzieren.

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