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Bündniswechsel jetzt! Frieden mit Rußland – Dipl. phil. Peter Feist

6. Februar 2015
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Unbemerkt und von den Mainstreammedien sorgsam verschwiegen wurde jüngst in den USA ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Deutschland gebietet, eng mit den USA in Sachen europäischer und globaler Sicherheit zusammen zu arbeiten. Ein weiterer Schritt in die Richtung, Deutschland für die USA in einen Krieg gegen Rußland zu treiben – und ein klarer Beweis, daß die BRD besetzt und in keiner Weise souverän ist. Der Hebel dabei ist die vom Westen und seinen Hilfskräften destabilisierte Ukraine. Und wir haben gefälligst mitzuhelfen, einen Krieg anzuzetteln und in diesem Krieg unsere Männer und Frauen für die USA abmetzeln zu lassen – und Russen zu töten, die uns nichts getan haben. Und alles für Interessen der USA und der sie steuernden Finanzmächte.

Der Gesetzentwurf sieht vor, die Basen der Raketenabwehr an Rußlands Grenzen beschleunigt zu errichten. Mehr Geld soll für die Aufrüstung Polens und der baltischen Staaten fließen. Milliarden von Dollar seien für Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Rußland vorgesehen, um Rußland auf die gleiche Art und Weise wie die Ukraine zu destabilisieren. Ziel ist ferner, Streitkräfte und Geheimdienste in der Ukraine massiv auszubauen. Die Ukraine, Georgien und Moldawien sollen NATO-Mitglieder werden.

„Kooperation” mit Deutschland bedeutet dem Artikel zufolge, daß Deutschlands Politik gegen Rußland den US-amerikanischen Vorgaben folgen soll. So bringt man ein unverändert besetztes Land in Stellung.

Dabei zeigt die deutsch-russische Geschichte, daß es immer dann beiden Ländern besonders gut ging, wenn das deutsch-russische Verhältnis bestens war: Schon beim Alten Fritz war es der Zar Peter, der Preußen in dessen Krieg gegen Österreich unterstützte und so vor dem Untergang bewahrte. Mit der Konvention von Tauroggen 1812 zwischen Preußen und Rußland wurde so der gemeinsame Grundstein gelegt, die französische Fremdherrschaft und dem napoleonischen Imperialismus ein Ende zu bereiten. Die Reichsgründung Bismarcks 1871 wäre ohne die Neutralität und das Wohlwollen Rußlands undenkbar gewesen. Der Vertrag von Rapallo 1922 legte für die beiden Verlierer des ersten Weltkrieges und angesichts der Entrechtungspolitik des Westens durch das Versailler Diktat den Grundstein guter Zusammenarbeit. Und nach der größten Katastrophe in der Geschichte beider Völker, dem Rußlandfeldzug mit Millionen von Opfern betonte Stalin: „Die Hitler kommen und gehen, das deutsche Volk, das Deutsche Reich bleibt bestehen.“ 1952 wurde seitens des „Kanzlers der Alliierten“ (SPD-Chef Schumacher über BRD-Kanzler Adenauer) bei den Stalinnoten die Chance vertan, die deutsche Spaltung schon drei Jahre nach Gründung von BRD und DDR zu überwinden und damit eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Russen zu legen. Dasselbe passierte 1955 bei Chruschtschows Initiative zur deutschen Einheit zur Vermeidung des imperialistischen NATO-Bündnisses durch denselben separatistischen „Kanzler der Alliierten“. 1989 und die Auflösung der Blockspaltung in Deutschland war nur gegen den massiven Widerstand Englands (Margaret Thatcher) und Frankreichs (Francois Mitterand) und durch die russische Initiative Gorbatschows und der Russen möglich. …

Heute ist Rußland innen-, sicherheits- und außenpolitisch der geborene und perspektivenreichste Partner für Deutschland und eine echte, inzwischen auch innenpolitische Alternative zum zunehmenden Verfall westlicher Gesellschaft …

… und ist von daher dem US-Imperialismus und seinen willigen Vasallen in Berlin ein Dorn im Auge: „Und im Kampf für Menschenrechte () ist es manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen. () Deshalb gehört letztlich als letztes Mittel auch dazu, den Einsatz militärischer Mittel nicht von vornherein zu verwerfen.“ So betreibt der BRD-Bundespräsidentendarsteller Gauck mit wohlgesetzten Worten Kriegshetze, um die BRD reif für einen Krieg gegen Rußland zu reden…

… und der Text zu dieser Kriegshetze stammt von einem amerikanischen Tinktank, dem „German Marshall Fund of the United States“, der mit seinem Strategiepapier „Neue Macht. Neue Verantwortung“ offenkundig das vordenkt und vorschreibt, was dann US-hörige BRD-Politik wird.

Die Menschen hierzulande selbst wollen mit überwältigender Mehrheit weder wegen des von Putin umgesetzten und völlig legitimen Selbstbestimmungsrechts der Russen auf der Krim und der Menschen in der Ostukraine einen Krieg noch etwas anderes als Freundschaft mit Rußland. Für die Deutschen wäre also die Bündnispartnerschaft mit Rußland der Weg aus Krise und Nationalneurose.

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