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Wie US-Firmen vom Krieg profitieren

1. Oktober 2015
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Lockheed Martin, Boeing und andere Waffenhersteller in den USA lieferten 2014 Waffen im Wert von 23,7 Milliarden Dollar in fast 100 Länder der Welt, berichtet AJ+, der internationale Jugend-Kanal der Al Jazeera Mediengruppe (arabische Nachrichten, Hauptsitz Katar).

AJ+ kritisiert, dass die Waffenexporte unter Präsident Obama um 23% gegenüber seinem Vorgänger Bush angestiegen seien, was seit dem Zweiten Weltkrieg ein historischer Rekord sei.

Auch würden unbeständige Regionen und Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten mit Waffen versorgt werden, die dann wiederum vor Ort für Verbrechen gegen Menschen eingesetzt würden. Besonders Lockheed Martin Geschäftsführerin Marillyn Hewson gab zu, dass ihr Unternehmen die Unbeständigkeit im Mittleren Osten und der asiatisch-pazifischen Region als Chance sähe, um ihren internationalen Absatz zu steigern.

Und auch vom US-Kongress, so AJ+, sei keine Besserung dieses Zustands zu erwarten, da der Kongress zwar den Export von Waffen kontrolliere, aber die Waffenhersteller den Kongress 2014 mit 150 Millionen Dollar für Wahlspenden und Lobby-Arbeit auf ihre Seite zogen.

Die Waffenindustrie ist ein riesengroßes Geschäft, das weltweit 85 Milliarden Dollar wert ist.


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