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Gladio – Die geheimen Armeen der NATO (Dr. Daniele Ganser)


23. September 2012

Die Analyse von staatlich organisiertem Terror in den USA und in Europa nimmt mehr und mehr Gestalt an. Der Historiker Daniele Ganser stellt in diesem Referat die Komplexität des Phänomens Terrormanagement dar und entblößt so die Nato-Geheimarmeen, die auch Spezialisten internationaler Beziehungen kaum bekannt sind.

Am 3. August 1990 bestätigte der damalige Premierminister Italiens, Giulio Andreotti, die Existenz einer Nato-Geheimarmee vor einem mit der Untersuchung von Terroranschlägen beauftragten Ausschuss des italienischen Senates. In Italien, so sagte Andreotti, habe die Geheimarmee unter dem Decknamen «Gladio» (das Schwert) als verdeckte Unterabteilung des militärischen Geheimdienstes Sismi (Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Militare) operiert. Die Senatoren, die zuvor nicht über die Geheimarmee informiert gewesen waren, übten scharfe Kritik, bezeichneten die Geheimarmee als möglicherweise illegal und verfassungswidrig und forderten einen schriftlichen Bericht. Diesen legte Andreotti am 18. Oktober 1990 vor und bestätigte, dass Gladio unter der Kontrolle des Sismi noch aktiv sei, dass die Central Intelligence Agency (CIA) die Gladio-Armee nach dem Zweiten Weltkrieg in Italien im Geheimen aufgebaut habe, dass ähnliche Strukturen in allen Ländern Westeuropas existierten und dass die Nato die Geheimarmeen koordiniere.

Diese Enthüllungen führten zu einer Staatskrise. Unter öffentlichen Protesten wurde die Gladio-Geheimarmee aufgelöst. Gewisse Militärs wie der ehemalige Direktor des Sismi, General Vito Miceli, fühlten sich verraten. Die Geheimarmeen, so Andreotti, wurden als Stay-behind-Netzwerk von der Nato für den Fall einer sowjetischen Invasion von Westeuropa aufgebaut. Die Stay-behind-Armeen verfügten über geheime Sprengstoff- und Waffenlager und hätten im Kriegsfall auf italienischem Territorium als antikommunistische Guerilla die Rote Armee bekämpfen sollen.

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