
– Ein Kommentar von Frank Höfer –
An dem historischen Datum 9.11. wendete sich auch im Jahre 2016 wieder einmal das Blatt der Weltgeschichte. Die Wahl Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten schockierte auf der einen Seite die etablierten Medien sowie das politische Establishment und ließ auf der anderen Seite Sektkorken knallen. Auch in deutschen Alternativmedien wird die Wahl Trumps bejubelt und man vergisst darüber hinaus, dass man sich im Vorfeld sicher war: Die Wahlen sind sowieso gefälscht!
Haben wir also nun tatsächlich einen demokratischen Prozess erlebt, in welchem sich Trump unerwartet gegen die siegessicher geglaubte Clinton durchgesetzt hat? Wieso hat man die Wahl nicht zu Gunsten Hillary Clintons manipuliert, wenn das ohnehin das übliche Prozedere ist? Wieso kommt kaum jemand auf den Gedanken, dass man Donald Trump von langer Zeit für genau dieses Amt und genau diesen Zeitpunkt auserwählte? Ja okay, das ließt sich jetzt wieder „verschwörungstheoretisch“, aber lassen wir diesen Gedanken doch einmal zu.
Nehmen wir an, es gäbe in den USA und darüber hinaus im Transatlantischen Raum soetwas wie private Denkfabriken, in welcher Schlüsselpersonalien aus Medien, Politik und Wirtschaft gemeinsam die möglichen Szenarien der Zukunft durchgehen. Nehmen wir an, dort hat man schon vor einigen Jahren festgestellt, dass mit der Digitalisierung und der globalen Kommunikation über das Internet, das Protestpotential gegen das politische Establishment bis zum Auslaufen der Obama-Administration wohl die Mehrheit erreicht haben dürfte. Wie würde man in diesem Fall dennoch die bestehenden Strukturen fortführen können, wenn sich die Mehrheit des Volkes nicht länger mittels Propaganda einen illegalen Krieg nach dem nächsten verkaufen lässt? Die Antwort auf viele Probleme der Elite wäre ein Trojanisches Pferd im Weißen Haus.
Man muss sich nach der Wahl Trumps nur einmal die Frage stellen, wer jetzt alles Rechenschaft für die Taten Trumps ablegen muss. Wird die Clinton Foundation den Kopf hinhalten, wenn Trump einen Krieg mit dem Iran losbricht? Kann man den Massenmedien später einen Vorwurf machen, wenn sich Trump doch als Faschist entpuppt? Es wird der von Hannes Jaennicke als „White Trash“ bezeichnete Trump-Wähler sein, der zur Verantwortung gezogen wird. Medien und Politik können (und werden) später sagen können: „Seht ihr, wir haben es euch doch gleich gesagt!“
Doch dies wird sich – wie so vieles andere aus den USA – auch in Deutschland projezieren, denn den typischen Trump-Wähler gibt es hier auch. Hier wählt er die AfD, geht gegen Merkel auf die Straße oder konsumiert alternative Medien im Internet – die nebenbei bemerkt ein wesentlich größeres Meinungsspektrum haben als die etablierten Massenmedien. Doch das spielt dann auch keine Rolle mehr, denn „alternativ“ bleibt „alternativ“ – da unterscheidet man dann auch nicht mehr zwischen einem rechts-konservativen COMPACT-Magazin und einem links-liberalen „KenFM“ und allem was sich dazwischen positioniert (wie NuoViso).
Das Trojanische Pferd im Weißen Haus
Was wäre besser geeignet als ein US Präsident unter der Federführung der Elite, aber gewählt und bejubelt vom kritischen Teil des Volkes, welches nicht länger auf die Propaganda reinzufallen glaubt? Einen Präsidenten, den man so ziemlich alles tun lassen könnte und nach dessen kommenden Fehltritten dann ganz sicher wieder die alte politische Kaste ins Amt kommt, nach deren Ordnung und Stabilität man sich sehnen werden wird. Es wäre der perfekte Schachzug – und Donald Trump wäre nach diesen theoretischen Überlegungen wohl der beste König auf dem Feld.
Die erste Reaktion nach Bekanntwerden, dass der Multimilliardär für das höchste Amt kandidieren will, dürfte wohl bei fast allen Menschen ähnlich gewesen sein. Man war gespannt auf die Show, aber wirkliche Chancen hat ihm kaum jemand eingeräumt. Wie konnte es dann soweit kommen, dass er es am Ende doch geschafft hat? Wäre dies auch denkbar gewesen, hätten die Medien weniger auf ihn eingeschlagen? Hätte Trump einen Stimmenrekord für die Republikanische Partei unter Schwarzen Wählern auch erzielt, wenn ihn die mächtige weiße Elite weniger dämönisiert hätte?
Er wollte Hillary hinter Gitter bringen. Hurra! Er wollte mit Putin zusammen die Terroristen in Syrien ausrotten, die von Obama und Hillary herangezüchtet wurden. Hurra! Er wollte die USA aus der NATO holen. Hurra! Er wollte nicht, dass die USA länger den Weltpolizisten spielt und er kündigte an, viele Militärbasen zu schließen, die nur Geld kosten. Hurra! Den korrupten Sumpf in Washington wollte er trockenlegen. Hurra! Die kaputten Straßen, Brücken, Flugplätze und Häfen sollten repariert und erneuert werden. Das schafft Arbeitsplätze. Hurra! Hurra! Hurra!
Man muss es einfach deutlich sagen: Trump wurde der Mehrheit des amerikanischen Wahlvolkes emotional mit einem psychologischen Trick verkauft: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Und mit derart viel unsachlicher Medienhetze gegen „The Donald“, mit derart vielen „Warnungen“ der politischen Elite vor Trump und mit dieser denkbar schlechtesten und in Amerika viel gehassten Gegenkandidatin Hillary Clinton, konnte Trump am Ende nur noch das Rennen machen.
In welche Richtung nun diese Trump-Präsidentschaft gehen soll, macht sein neues Kabinett deutlich.
Sein Vizepräsident Mike Pence, Gouverneur von Indiana, brachte 2002 mit einer infamen Lüge den Krieg gegen den Irak mit in Gang. Er behauptete, dass Saddam die ‚Anthrax-Briefe‘ an den US-Kongress geschickt habe. Später stellte sich heraus, dass es der FBI oder die CIA oder beide waren. Pence ist ein Hardcore-Globalist und hat in allen wichtigen Punkten genau die gegenteilige Auffassung von Trump. Er ist für TPP und TTIP, er ist gegen Putin und Assad, ist für eine no-fly-Zone in Syrien, was Krieg mit Russland bedeutet. Sollte Trump während seiner Amtszeit irgendetwas „zustoßen“, dann hätten wir es von jetzt auf gleich mit Mike Pence im Amt des US-Präsidenten zu tun.
Neuer Finanzminister soll Stephen Mnuchin werden. Der ehemalige Investmentbanker bei Goldman Sachs ist Mitglied der okkulten Politsekte „Skull & Bones“ und war lange für George Soros für das Soros Fund Management tätig. Außerdem gründete Mnuchin die Filmproduktionsfirma „RatPac-Dune Productions“ und produzierte Filme wie „X-Men“ oder „Avatar“. Mit Mnuchin zieht auch Hollywood in die neue Regierung ein.
Nationaler Sicherheitsberater wird Michael Flynn. Hier kann man davon ausgehen, dass Flynn sich für eine Entspannung mit Russland einsetzt. Doch das liegt nur daran, dass er lieber die Ressourcen und den Fokus in Richtung Iran legen möchte. Ein gutes Verhältnis zu Russland ist für ein solches Vorhaben essentiell für die USA. Ebenso ein kooperatives Verhältnis mit Israel sollte mit einem Präsident Trump schon aufgrund seiner drei jüdischen Enkelkinder die Politik der USA bestimmen.
Dass der Iran tatsächlich das neue große Feinbild der Trump-Regierung werden könnte, lässt alleine schon das enge Verhältnis zwischen Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner erahnen. Kushner ist Herausgeber des „New York Observer“ und mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Außerdem hat er beste Kontakte zum AIPAC und verehrt die Führer apokalyptischer Endzeitsekten, wie sein Besuch mit seiner jüdisch konvertierten Frau Ivanka am Grab des Chabad Lubavitsch Rebbes Ohel nur wenige Tage vor der Wahl zeigt. Der Einfluss solcher zionistisch geprägten Endzeitsekten in der Politik der USA, aber auch in Russland und anderen Großmächten darf keinesfalls unterschätzt werden! Vor allem nicht im Jahre 2017, welches dem Jahr 5777 im jüdischen Kalender entspricht und für Kabbalisten von enormer Bedeutung ist. Für Israels Rechte ist Trump der neue Messiahs aus Washington. Durch seinen »Berater für jüdische und israelische Angelegenheiten«, David Friedman, ließ Trump nur wenige Stunden nach Bekanntgabe seines Wahlsiegs mitteilen, Israel werde in ihm »einen Freund« haben, »wie ihn der jüdische Staat noch niemals zuvor gesehen hat«. Teheran dürfte entsprechend alarmiert sein.
Außerdem hat Trump wichtige Posten in seinem Übergangs-Kabinett mit Lobbyisten von Goldman Sachs, Koch (Brüder) Industries, Aetna und Verizon gefüllt. Weitere Falken im Rennen um Kabinettsposten sind der ehemalige Bürgermeister von New York Rudy Giuliani, der New Jersey Gouverneur Chris Christie, der ehemalige Sprecher des Weißen Hauses Newt Gingrich und der ehemalige UN-Botschafter John Bolton. Es sind alles gestandene Rechte, alles Bush und Obama-Leute, alle getauft im Washingtoner Sumpf.
Da darf man gespannt sein, wie Trump diesen Sumpf trocken legen will. Eines von vielen Wahlverprechen, welches Donald Trump nicht halten werden wird. Als Multimilliardär ist Trump jedenfalls nicht der Präsident der kleinen Leute, deren Nöte und Sorgen Trump gar nicht kennt. Wie könnte er auch? Dafür bringt er allerdings etwas mit ins Amt, was der politischen Elite wiederrum in die Hände spielen dürfte – Spaltpotenzial. Bereits vor Amtsantritt sorgte die Trumpwahl für ordentliche Proteste in den USA. Die gab es bei Bush im Jahre 2000 allerdings auch. Aber anders als damals inszeniert man Präsident Trump nun als Anführer der Gegner des Establishments und nicht mehr umgekehrt, wie es bisher der Fall war. Eine Wahl unter falscher Flagge sozusagen. So oder so: Donald Trump ist Präsident. Die Welt steht Kopf – wie sollte es auch anders sein „in diesen Zeiten“…
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