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Der verschwiegene Krieg – Mark Bartalmai über "Ukrainian Agony"

17. Juli 2015
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fbshare Mit dem Film „Ukrainian Agony“ präsentiert der Kriegsberichterstatter Mark Bartalmai ein gänzlich anderes Bild des Ukraine-Konfliktes, als es von den Massenmedien dargestellt wird. Denn anders als der Mainstream, zeigt Bartalmai die Situation vor Ort – so wie sie ist.

Am Tag als MH17 vom Himmel fiel, flog Mark Bartalmai über fast das gleiche Gebiet wie der mit knapp 300 Menschen besetzte und von Unbekannten abgeschossene Passagierflieger. Angekommen am Moskauer Flughafen erfuhr Bartalmai von den Geschehnissen und nur wenige Tage später war er selbst an der Absturzstelle von MH17. Als einziger Deutscher dokumentiert er seitdem die Ereignisse in der Ost-Ukraine. Dabei riskierte Mark Bartalmai fast täglich sein Leben, da er sich direkt an die Kriegsfront begab – nur bewaffnet mit seinen Kameras, aber mit der schützenden Unterstützung der Donetzker Volkswehr.

“Ich habe noch nie soviel Zerstörung gesehen” berichtet Bartalmai etwa nach den wochenlangen Gefechten um den Flughafen bei Donezk, in welchen er mittendrin war. Auch weiß er aus erster Hand, wer wirklich für die massiven Bombardements auf die Zivilbevölkerung im Donbass verantwortlich ist: “Nicht die Volkswehr bombardiert die Städte, sondern die ukrainische Armee. Und dabei nimmt sie immer billigend in Kauf, daß Zivilisten sterben.”

Unterstützen könnt Ihr die Arbeit und das Filmprojekt von Mark Bartalmai mit einer Spende über: https://www.indiegogo.com/projects/movie-ukrainian-agony-the-concealed-war#/story

File:Ruins of Donetsk International Airport (5).jpg Flughafen Donezk nach den erbarmungslosen Kämpfen, in denen viele Männer ihr Leben verloren. Bild: wikimedia commons/Gennadiy Dubovoy

Datei:IMAG2080.jpg So sah der Donezker Flughafen „Sergei Prokofjew“ vorher aus: hochmodern, auf dem neuesten Stand der Technik. Bild: Wikipedia / Michael 1238

ukraine_3d_cover_klein Daß es nun mit dem Minsk-II-Abkommen zu einem anhaltenden Frieden kommen kann, hält Bartalmai für ausgeschlossen. Er kann sich nicht vorstellen, daß die Bewohner von Lugansk, Kramatorsk oder Donezk die permanente Stationierung schweren Artilleriegeräts vor ihren Stadtgrenzen akzeptieren kann.

Auch hat der ukrainische Präsident Poroschenko alles andere im Sinn als einen Waffenstillstand. Vielmehr wird kräftig auf- und ausgerüstet – mit Hilfe des Westens und allen voran der USA. Diese lieferte bereits neue Humvees–Fahrzeuge, auf denen sich Maschinengewehre installieren lassen. Darüber hinaus stellt die USA 400 Ausbilder und Militärberater zur Verfügung.

Diese sind für die ukrainische Armee auch dringend notwendig. Denn, da man Petro Poroschenko als ukrainischen Staatspräsidenten international salonfähig machen möchte, beginnt man nun sich der faschistischen Elemente zu entledigen. Ministerposten, welche mit Mitgliedern des Rechten Sektors bestückt waren, wurden geräumt. Die ukrainische Armee beginnt sogar militärische Manöver gegen die faschistischen Söldnerbataillone, welche sich nicht den offiziellen Befehlen unterordnen wollen.

Von einem Frieden ist die Ukraine dennoch sehr weit entfernt – vor allem, wenn man die Hintergründe analysiert, welche zu diesem Konflikt geführt haben. Nicht Rußland ist bei diesem Spiel der Aggressor. Es stellt sich zunehmend heraus, daß der Westen versucht, Rußland in diesen Konflikt zu zwingen, um es militärisch als auch wirtschaftlich zu schwächen. Der Widerstand im Donbass, so Bartalmai, sei die letzte Bastion, die derzeit noch verhindert, daß Hunderttausende junge ukrainische Männer in einen offenen Krieg gegen Rußland verheizt werden.

Dank des deutschen Kriegsberichterstatters in der Südost-Ukraine Mark Bartalmai sind diese Informationen nun auch dem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Der Dokumentarfilm “Ukrainian Agony” fasst die Geschehnisse seit November 2013 in der Ukraine anschaulich zusammen. Um ein das größtmögliche Publikum zu erreichen, möchte Mark Bartalmai seinen Film kostenfrei im Internet zur Verfügung stellen. Außerdem soll er zusätzlich in den Sprachversionen Englisch und Russisch erscheinen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden allerdings noch finanzielle Mittel benötigt, welche durch ein Crowdfunding realisiert werden sollen.

 

Website: www.ukrainianagony.info

Filmpremiere am 18. Juli im Kino Babylon (Berlin)

Übrigens: NuoViso-Abonnenten mit Zugang zum Premiumberich können den Film übrigens auf NuoViso.TV in voller Länge ansehen.

Auch wenn unsere Crowdfunding-Aktion bereits die 100% erreicht hat, sind Spenden immernoch möglich. Wir würden uns natürlich sehr über weitere Spenden freuen, welche auch bereits in die Produktion neuer Filme fließen werden: Zum Spendenaufruf auf indiegogo

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