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Der Kapitalismus (Sahra Wagenknecht)

1. August 2011
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Der Kapitalismus ist in sichtlich schlechter Verfassung. Erst krachen Banken, Versicherungen und Hypothekenfinazierer zusammen, dann geht die Weltwirtschaft in die Knie. Und kaum jemand leugnet heute noch, dass das was uns bevor steht, alles andere ist als ein kleiner, konjunktureller Abschwung, so wie man ihn alle paar Jahre erlebt hat. Wir stehen am Vorabend der schwersten Weltwirtschaftskrise seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Und diese Krise kommt nicht von ungefähr und keineswegs nur von den USA – es ist die Krise einer jahrelangen Politik der Entstaatlichung, Privatisierung, Deregulierung – die den Profitwahn der Konzerne von immer mehr Hemmschwellen und Regeln befreit hat. Und das ist eine Politik, die in Europa genauso betrieben wurde, wie in den USA.

Die Zentrale These, dass der Markt alles richten würde, hat sich an der Realität blamiert. Warum brauchen wir an allen Ecken und Enden den Staat? Offensichtlich, weil es der Markt eben nicht richtet und weil der Markt nicht heilsam ist, sondern zutiefst zerstörerisch.

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