Während ganz Europa von einer Flüchtlingskrise abgelenkt ist, in deren Folge immer mehr EU-Staaten politisch nach rechts rücken, bereitet sich die NATO mittels massiver Aufrüstung in Osteuropa offensichtlich auf einen Krieg gegen Russland vor. Und wie lief eigentlich noch mal genau der Machtwechsel in der Ukraine ab?
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vor den Vereinten Nationen erklärt hat, die Fluchtursachen bekämpfen zu wollen, regiert mit dem EU-Türkei-Abkommen gefährlich an der erlebten Realität der Kriegsflüchtlinge vorbei. Denn die wahren Fluchtursachen schlummern, von der öffentlichen Meinung immer noch weitgehend unbeachtet, auf einem Luftwaffenstützpunkt der USA, im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland bei Ramstein-Miesenbach in Rheinland-Pfalz.
Hier setzt der spannende Dokumentationsfilm „RAMSTEIN – DAS LETZTE GEFECHT“ an, der von der Leipziger NuoViso Filmproduktion mit dem Zweck produziert wurde, die Rolle der Air Base und ihrer Drohnen-Relaisstation im militärischen Gesamtkonzept der Vereinigten Staaten publikumswirksam zu erklären und einzuordnen. Gedreht wurde 2015 und 2016, vor, während und nach der Demo der Ramstein-Kampagne, in Ramstein-Miesenbach und Landstuhl, beim NATO-Kongress JAPCC in Essen sowie am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.
Erklärtes Ziel der Dokumentation ist es, das Wegschauen von Bundesregierung und Justiz – bei den grundgesetzwidrigen Drohnenmorden mit der Ramstein Air Base als Fluchtursache – gezielt in den Fokus der Mainstream-Meinung zu rücken. Zur Untermauerung bedient sich der Film bewusst ausschließlich öffentlich zugänglicher, größtenteils öffentlich-rechtlicher TV-Quellen und Bilder. Kritisch setzt sich der Film im Gegensatz dazu auch mit der aktuellen US-Kriegspropaganda auseinander.
Der bekannte Friedensaktivist und Jahrzehnte langer Kenner der US Air Base Ramstein, Wolfgang Jung aus Kaiserslautern, den das Team über Monate mit der Kamera begleitet hat, erklärt exklusiv auf einem Lageplan, welche Funktionen die einzelnen Bereiche der Air Base bei der Führung der US-geführten Kriege im Mittleren und Nahen Osten haben.
Die Filmemacher machten bei ihren Dreharbeiten auch persönlich Bekanntschaft mit dem amerikanischen Militär, das offenbar ganz systematisch nicht davor zurückschreckt, die Pressefreiheit außerhalb seiner Liegenschaft zu behindern, um aktuelle, kritische Berichterstattung über Aktivitäten auf der Air Base von vornherein zu unterbinden. „Würde die SATCOM-Relaisstation geschlossen, wäre der Drohnenkrieg als Fluchtursache mit einem Schlag beendet“, ist Drehbuchautor Norbert Fleischer überzeugt: „Deshalb ist Ramstein für den Frieden tatsächlich nichts Geringeres als ‚Das letzte Gefecht‘.“
RAMSTEIN – Das letzte Gefecht ansehen (in voller Länge für Abonnenten)
Über den Autor: Norbert Fleischer (Baujahr ’78), aufgewachsen in Karl-Marx-Stadt (jetzt Chemnitz), kennt sich gut mit der Anatomie der Mainstream-Meinung aus. Zu DDR-Zeiten Jung- und Thälmannpionier, erlebte er seine späte Kindheit und die Jugend unter den wechselhaften Eindrücken von Friedlicher Revolution, Wiedervereinigung, Irak- und Jugoslawienkriegen, was seine friedenspolitische Einstellung sehr geprägt hat. An der Hochschule Mittweida studierte er von 1998 bis 2004 Medienmanagement. Seit Studienbeginn als Freier Journalist tätig, arbeitete er von Anfang 2005 bis Ende 2011 als Journalist und Redakteur für die Chemnitzer- und die Dresdner Morgenpost, BILD Dresden, und diente weiterhin als Themen- und Materialzulieferer für MDR, zdf, RTL und weitere Medien. Heute lebt und arbeitet er freiberuflich als Journalist in Leipzig.
Norbert Fleischer wird seinen Film vorstellen und nach der Vorführung Fragen aus dem
Publikum beantworten.
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Uraufführung des Films
„RAMSTEIN – DAS LETZTE GEFECHT“
in der Reihe „Engagiert im UNION“
am Freitag, dem 10. Juni, 15 Uhr
im UNION Studio für Filmkunst, Kerststraße 24, 67655 Kaiserslautern
Am 11.06.2016 planen Friedensaktivisten eine Menschenkette gegen den Krieg, und Ramstein, jener kleine Ort vor den Toren Kaiserslauterns, kann mensch als „Drehscheibe des Todes“ auf deutschem Boden bezeichnen, ein Drehkreuz der amerikanischen Kriegsmaschinerie. Von hier aus werden die todbringenden Drohnen geleitet mit ihren Hellfire-Raketen, jeglicher logistischer Nachschub an Material und Soldaten des amerikanischen Militärs in Richtung Naher und Mittlerer Osten geht über Ramstein. Das im Aufbau begriffene sogenannte „Raketenabwehrschild“ der USA wird von hier aus gesteuert. Die Airbase ist zudem noch komplett untertunnelt und bildet eines der größten Munitionsepos der Amerikaner außerhalb der USA. Im Kriegsfall dürfte also Ramstein ein Ziel erster Ordnung für feindliche Angriffe darstellen – eben zuerst das „Gehirn“ des Gegner treffen.
Die Friedensaktivisten um Reiner Braun wollen aber nicht nur mit der Menschenkette in der deutschen Bevölkerung Bewusstsein schaffen, dass von ihrem Boden permanent völkerrechtswidriger Krieg ausgeht, sondern nehmen auch die Sorgen der Menschen vor Ort ernst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen, sollte eine deutsche Bundesregierung doch eines Tages vom vertraglich gesicherten Kündigungsrecht (48 Monate Kündigungsfrist) des Areals Gebrauch machen. So sind auch erste Gespräche in Bezug auf eine „Konversion“ des Geländes für die zivile Nachnutzung mit Experten eingeleitet worden. Bereits am 8. Juni stellt ein örtlicher Landwirt eine große Wiese kostenfrei für ein „Friedenscamp“ zur Verfügung und ein Turnverein stellt Duschen. Zeitgleich tagen am Wochenende die Bilderberger in Dresden, ob das eine Zufall ist?
Im Rahmen der Auftaktveranstaltungen am Freitag, 10.6. wird NuoViso.tv auch in einem Kino seinen Dokumentarfilm „Ramstein – Das letzte Gefecht“ von Norbert Fleischer als Premiere vorstellen.
Informationen zur Menschenkette und den Aktivitäten vom 8.-12.6.2016 finden Sie unter: www.ramstein-kampagne.eu
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