Summ mir das Lied vom Tod
Summ' mir das Lied vom Tod
die Ursachen des Bienensterbens
Für das zunehmende Bienensterben macht man über die Medien seit Jahren schon viele Verursacher aus. Ob Mobilfunk, Klimaveränderungen oder Schädlinge - alles muss herhalten, um das Phänomen des Massensterbens zu erklären.
Sicherlich reagiert die Biene als sensibelstes Geschöpf in der Natur auf alle die Einflüsse negativ. Doch es ist vor allem ein Faktor, welcher sich zunehmend als Hauptverantwortlicher bestätigt. Die von den Chemiekonzernen mit hohen Profiten in der Landwirtschaft eingesetzten Saatgut-Beizen zeichnen sich verantworlich für den Tod von Millionen Bienen.
Das hauptsächlich von den Chemiekonzernen finanzierte "Bienenmonitoring" kommt aber Jahr für Jahr zu dem Ergebnis, dass die in den 70er Jahren eingeschleppte Varroa-Milbe der alleinige Verursacher für das Bienensterben sei. Und so gibt es seit mehreren Jahren nun eine Debatte über die eigentliche Ursache des millionenfachen Insektentods, während es in der Natur zunehmend ruhiger wird.
NuoViso Filmproduktion besuchte Imker vor Ort, um sich ein eigenes Bild der Situation zu verschaffen. Dabei stellte sich heraus, dass die Imker das Problem mit der Varroa-Milbe eigentlich gut im Griff haben und in Wahrheit ein ganz anderer Bienenkiller existiert. Hochgiftige Neonicotinoide, die neuerdings als Pflanzenschutzmittel in Saatgut-Beizen eingesetzt werden, wirken wie ein Nervengift auf die Bienen und alle anderen Insekten in der Natur. Kaum jemand ist sich der Dramatik dieser Entwicklung bewußt. Die jährliche Bestäubungsleistung allein durch die Honigbiene wird von der EU auf über 150 Mrd. Euro geschätzt. Ein Faktor, ohne den es schlecht um unsere eigene Nahrungsversorgung aussieht.
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Der Großstadtimker
Für einen Film über das Bienensterben bin ich verabredet mit Thomas Handschuh. "Unter der Weltzeituhr" wollen wir uns treffen. Man ist sich sofort symphatisch. Thomas ist Imker inmitten der Berliner Großstadt. Er kommt aus dem Rock'n Roll Business, doch da hat sich auch alles verändert, sagt er.
Jetzt kümmert er sich um seine Bienchen. Sollen doch die Jüngeren die Kisten schieben. Ganz unkonventionell interviewe ich ihn bei einem Spaziergang durch Berlin und frage ihn, warum er inmitten der Großstadt imkert?
Weil er in der Großstadt keine Probleme mit Pestiziden hat, antwortet er.











