Spurlos

Flucht aus dem System

Viele Menschen sehen durch die zunehmende Kontrolle und Speicherung persönlicher Daten ihre Privatsphäre bedroht. Kritische Stimmen sprechen sogar von der "totalen Überwachung". Mit welchen Tricks man "Big Brother" ein Schnippchen schlägt und sich in unserer digitalen Welt unsichtbar bewegen kann, erklärt Sicherheitsexperte Aton Edwards. Keine Anleitung zum Abtauchen, aber ein spannender Praxistest zu einem besonders kontroversen Thema -- mit verblüffenden Ergebnissen.

Biometrischer Personalausweis, Kameras an oeffentlichen Plaetzen, Nacktscanner und Handy-Ortung: Der "glaeserne Buerger" wird mit einer Vielzahl von hochtechnisierten Ueberwachungssystemen durchleuchtet. Viele Menschen fuehlen sich durch die zunehmende Kontrolle sowie die Speicherung persoenlicher Daten in ihrer Privatsphaere verletzt. Kritische Stimmen sprechen sogar von der "totalen Ueberwachung". Mit welchen Tricks man Big Brother ein Schnippchen schlaegt und ob man sich in unserer digitalen Welt ueberhaupt noch unsichtbar bewegen kann, findet Sicherheits-Experte Aton Edwards in dieser Dokumentation heraus.

Schwarze Kassen

Altnazis, die CIA und die CDU

Als sich 1944 der Zusammenbruch Nazideutschlands abzeichnete, brachten, so wird erzählt, zwei deutsche Geheimagenten im Auftrag der SS enorme Geldsummen in die Schweiz. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs holten diese beiden Naziagenten den verborgenen Schatz nach Deutschland zurück und füllten damit die Kassen der damals noch ganz jungen Christlich Demokratischen Union.

Altnazis, Waffenhändler, Geschäftemacher, Staatsdiener sowie CIA-Agenten – so berichten die Autoren – bauten dann ein okkultes, korruptes Netz zur Politikfinanzierung auf, genannt “Octogon”, um die Partei des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer finanziell zu unterstützen. Diese Finanzierung funktionierte insbesondere über Provisionszahlungen für Rüstungsgeschäfte der Bundeswehr, die in schwarze CDU-Kassen flossen. Durch ein geplatztes Geschäft der neu gegründeten Bundeswehr im Jahr 1956 wurde die Sache bekannt.

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss wurde eingesetzt und versuchte, die Wahrheit zu ergründen. Nach dem mysteriösen Verschwinden von Zeugen kamen die Untersuchungen zu keinem Ergebnis – und die Geschäfte gingen weiter. Der Dokumentarfilm von Fabrizio Calvi, Frank Garbely und Jean-Michel Meurice unternimmt den Versuch, eine schwer zu durchschauende Geschichte zu rekonstruieren.

Gladio

Die geheime Armee der NATO

In Italien und Deutschland sterben in den 60er bis 80er Jahren zahlreiche Menschen bei Bombenanschlägen. Indizien belegen bestimmte Zusammenhänge, die Spuren führen zu einer geheimen Struktur namens "Gladio".

So sterben 1969 in Mailand 16 Menschen bei einem Bombenanschlag. Im August 1980 detoniert eine Bombe im Bahnhof Central in Bologna - 85 Menschen sterben. Im September des gleichen Jahres gibt es auch in Deutschland Bombenopfer. Beim schwersten Anschlag der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sterben 13 Menschen auf dem Münchner Oktoberfest. Im Lauf der Jahre häufen sich die Indizien, dass diese Anschläge in einem bestimmten Zusammenhang stehen: Alle Täter kommen aus dem Umfeld rechtsradikaler Gruppen, mehrfach wird militärischer Sprengstoff benutzt. Die Spuren führen zu einer geheimen Struktur, koordiniert von der NATO und den nationalen Geheimdiensten - ohne parlamentarische Kontrolle. Ihr Name: "Stay behind", später auch "Gladio". Sie geht auf eine US-Initiative für "verdeckte Operationen" von 1948 zurück. Geheime Waffendepots werden angelegt und Agenten ausgebildet. Im Falle eines sowjetischen Angriffs auf Westeuropa sollten sie sich überrollen lassen und hinterrücks Sabotageakte und Guerillaoperationen durchführen. Doch der sowjetische Angriff blieb aus. Was aus den geheimen Strukturen wurde, ist weitgehend unbekannt. Gladio wird jedoch verdächtigt, im Umfeld rechtsradikaler Gruppen Gewalttaten im Auftrag politischer Interessen begangen zu haben.

Spuren von Gladio finden sich in Italien. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Strukturen seit den 60er Jahren benutzt wurden, Regierungen an der Macht zu halten. Trotz massiver Behinderung der italienischen Justiz durch Geheimdienste und Behörden gelingt es, die Existenz von Gladio nachzuweisen. 1990 räumt der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti öffentlich ein, dass Gladio nicht nur in Italien, sondern europaweit existierte und existiert. Es wird umfassende Aufklärung gefordert - passiert ist wenig. So auch in der Bundesrepublik. Obwohl es Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Gladio und dem Attentat auf das Münchner Oktoberfest von 1980 gibt. Die Ermittlungen werden eingestellt. Die Asservate, die dank neuer, kriminaltechnischer Methoden Hinweise geben könnten, sind mittlerweile vernichtet. Haben Rechtsextremisten Gladio-Strukturen auch in Deutschland benutzt, um ihre politischen Ziele zu verfolgen? Die Frage bleibt offen. Die Wahrheit über Gladio findet sich in den Archiven - unter Verschluss. Nur deren Öffnung könnte Klarheit bringen. Aber bis heute fehlt der politische Wille zur Aufklärung.

Die Lügen vom Dienst

Der BND und der Irakkrieg

Mitten in Deutschland lebt der Mann, der den Irak-Krieg auslöste. Ein BND-Informant aus dem Irak, Deckname "Curveball". Heute hat er einen deutschen Pass - der Lohn für eine Lüge. Denn der von ihm gelieferte Kriegsgrund erwies sich als erfunden, die von ihm "enthüllten" Produktionsstätten für Massenvernichtungswaffen gab es in Wahrheit nicht. US-Präsident Bush und Außenminister Powell stützten sich auf "Curveballs" Aussagen, der Bundesnachrichtendienst versorgte ihn danach jahrelang mit Geld und Betreuung.

Die dressierten Killer

MKULTRA-Opfer berichten

"MKULTRA" hieß das Geheime Militär Programm der CIA in den 60er Jahren. Man wollte den perfekten Soldaten züchten. Die Experimente wurden auf die Zivilbevölkerung übertragen, ohne dass diese das damals wußte. Ziel war einen Attentäter zu schaffen, der jeden Befehl ohne nachzufragen und ohne zu Zögern ausführen sollte. Noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen dieser unmoralischen Experimente um die Kontrolle der Gedanken zu erreichen.

Die CIA und die NAZIS

Der Zweck heiligt die Mittel

Im Herbst 1945, sechs Monate nach der Kapitulation Deutschlands und dem Ende der Nazi-Herrschaft, begann in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Zugleich traten mehr als 4.000 ehemalige Nazis unbemerkt von der öffentlichkeit in den Dienst der US-Regierung, um in Westdeutschland gegen die Sowjetunion zu spionieren oder als Wissenschaftler und Ingenieure die US-Forschung zu unterstützen. Diese Dokumentation zeigt die Hintergründe dieser unglaublichen Geschichte.

Die verdeckten Operationen der CIA

die Machenschaften der frühen Jahre

Die CIA, anders als der BND, führt auch "verdeckte Operationen" im Ausland durch und nicht selten kolportiert die CIA Desinformationen, um die Öffentliche Meinung und die Repräsentanten der USA sowie die internationale Politik zu beeinflussen. *Operation Ajax - Sturz des iranischen Premierministers Mossadegh 1953, Einsetzung des Schahs Mohammad Reza Pahlavi *Operation PBSUCCESS - Sturz von Jacobo Arbenz Guzmán, Präsident von Guatemala 1954 *MKULTRA - Forschungsprogramm zur Bewusstseinskontrolle von 1953 bis in die 1970er Jahre *Demagnetize - Eindämmung des Kommunismus in Italien und Frankreich ab den 1950er Jahren *Operation Zapata - Invasion in der Schweinebucht - Invasionsversuch von Exilkubanern auf Kuba 1961, um die Revolutionsregierung Castros zu stürzen *Air America - größte Fluggesellschaft Südostasiens während des Vietnamkriegs, von der CIA kontrolliert und intensiv für Geheimoperationen und zum Schmuggel von Heroin eingesetzt *Phoenix-Programm - Großangelegter Versuch, ab Mitte der 1960er Jahre Agenten des Vietcong in Südvietnam unschädlich zu machen, bei dem ohne signifikante Erfolge mindestens 20.000 Zivilisten getötet wurden (CIA-Statistik) - gilt offiziell als einer der drastischsten Fehlschläge der CIA *Contra-Krieg - Aufbau und Unterstützung der Contra-Guerillas im Krieg gegen Nicaragua von 1981 bis 1990 *Gladio - Aufbau und Unterhalt von Geheimarmeen in Westeuropa von den 1950ern bis in die späten 1980er Jahre, die u. a. in zahlreiche Terroranschläge in Italien sowie in den griechischen Militärputsch von 1967 verwickelt waren *Waffenlieferungen an afghanische Mujaheddin ab 1980 *Iran-Contra-Affäre - Unterstützung der Contras in Nicaragua durch Waffenverkäufe an Iran.

Operation Paperclip

Export der Raketenforscher

Unter dieser Bezeichnung lief gegen Ende des zweiten Weltkrieges ein geheimes Projekt in dem Naziwissenschaftlern die Einreise in die USA angeboten wurde, wenn sie sich kooperativ bei der Arbeit an geheimen Forschungen zeigten.

 Deutsche Naturwissenschaftler gingen 1945 meist bereitwillig ins Ausland, um dort für den Feind von gestern zu forschen. Denn die technische Intelligenz des Dritten Reiches, vor allem, wenn sie in der Rüstung tätig gewesen war, sah sich 1945 dem Aus gegenüber. Im Potsdamer Abkommen hatten die Siegermächte im besetzten Deutschland alle Forschungstätigkeiten für militärische Zwecke, besonders in den modernen Gebieten Atomtechnik, Luftfahrtforschung und Raketentechnik untersagt. So konnte die Elite der Waffeningenieure nur im Auftrag fremder Mächte ihre Arbeiten fortsetzen. Über 500 solcher Waffenexperten gingen im Rahmen des geheimen "Project Paperclip" in die USA. .

Künstler im Netz der CIA

misslungener Putschversuch der CIA

Wie kontrolliert am besten die große, graue, breite Masse? Man macht ihnen einfach glauben, sie leben in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit. Dieser Film zeigt wie die CIA selbst die Intellektuellen und Künstler des Nachkriegsdeutschlands steuerten und manipulierten, um ein bestimmtes, politisches Massenbewußtsein zu schaffen.

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