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Akte Cheops – Stefan Erdmann, Dr. Dominique Görlitz & Robert Bauval Exklusiv-Interview

14. Dezember 2014
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fbshare Als Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann im April 2013 die Königskammer der Cheopspyramide betraten, konnten sie nicht ahnen, dass dieser Besuch einen internationalen Skandal auslösen würde. Mit einer von der Antikenbehörde ausgestellten Genehmigung entnahmen die Forscher einige Proben im Milligrammbereich einer verfärbten schwarzen Kruste an der Decke der Königskammer, um diese im Namen der Wissenschaft untersuchen zu lassen.

Außerdem entnahmen sie winzigste Proben einer rötlichen Verfärbung in der obersten Entlastungskammer. Heute sind die Kammern überzogen mit Graffiti aus den letzten 200 Jahren. Die roten Malereien jedoch sollen bereits vorhanden gewesen sein, als der britische Hobbyarchäologe Howard Vyce die Entlastungskammern mit viel Sprengstoff freilegte.

Kritiker unterstellten Vyce damals, diese Malereien selbst angefertigt zu haben. Bis heute steht diese Kritik im Raum, jedoch ohne jemals wissenschaftlich untersucht worden zu sein – zumindest nicht offiziell!

Aus diesem Grunde entnahmen die Forscher im April 2013 auch winzigste Farbreste von einer dieser roten Pinselein. Etwa 2 Meter von dieser Stelle entfernt, an welcher Dr. Dominique Görlitz die Probe entnahm, befindet sich die berühmte Cheopskartusche, welche ebenfalls mit roter Farbe gezeichnet als Beweis für Pharao Cheops Urheberschaft der Pyramiden gelten soll.

Im Dezember 2013 geschah dann das Unglaubliche. Weltweit bezichtigte man medial die deutschen Forscher plötzlich der Beschädigung der Cheopskartusche und präsentierte alsbald sogar Beweise, in dem man ein Foto präsentierte, welches 4 Meißelspuren an der Kartusche zeigte.

Ihre Unschlud können Görlitz und Erdmann zweifelsfrei belegen. Denn die von einer Kommission im Dezember 2013 festgestellten Beschädigungen an der Kartusche lassen sich mittels Foto und Videodokumentationen in den Zeitraum von 2004-2006 datieren. Zu dieser Zeit war Dr. Zahi Hawass der Chef der Altertumsverwaltung und Direktor des Gizehplateaus. Ein Zugang zu den Pyramiden – auch für private Forschungszwecke – wurden jahrelang von Zahi Hawass erteilt. So auch Stefan Erdmann, der bereits 2006 für den Dokumentarfilm „Die Cheops Lüge“ ohne Probleme die Dreh – und Forschungsgenehmigung ausgestellt bekam.

Im April 2013 betrat Stefan Erdmann, diesmal zusammen mit Dr. Dominique Görlitz auf gleichen Wege die Pyramide und sie taten nichts Unrechtes. Die Ägyptische Justiz indes sieht dies nun anders und verurteilte die beiden, sowie den Kameramann und alle ägyptischen Begleiter pauschal zu je 5 Jahren Haft.