Die Rasierschaumattacke
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Vor dutzenden Kameras im Repräsentantenhaus Rede und Antwort stehen zu müssen ist eine große Herausforderung. Vor allem, wenn man sich soviel zu Schulden kommen lassen hat, wie der (noch) Medienmogul Rubert Murdoch.
Im Vorfeld war bereits bekannt, dass sich Murdoch beratenden Beistand bei Medienexperten geholt hatte, denn seine Aussage soll ja schließlich die Wogen glätten. Und wie würde es erst aussehen, wenn Murdoch von seinem Aussageverweigerungsrecht gebraucht machen würde? Denn eine sich selbst belastende Aussage, kann Murdoch verweigern. Doch dann würde er sicherlich die Staatsanwaltschaft zu weiteren Ermittlungen nötigen.
Die PR-Berater von Murdoch jedenfalls haben offenbar dem alten Herren zu offenkundiger Reue geraten, wobei natürlich klar gestellt werden soll, dass er selbst von keinerlei Rechtsbrüchen seiner Angestellten gewußt habe. Und wenn man absolut nicht mehr weiter weiß in so einer verzwickten Situation, in welcher man in aller Öffentlichkeit entweder zum Lügen oder zum Konsequenzen ziehen gezwungen wird, ist die letzte Rettung der Tortenwerfer. In diesem Fall war es dann nur eine Attacke mit Rasierschaum - mit einer Torte hätte der gekaufte Comedian wohl den Saal nicht betreten dürfen.
Der Comedian Jonnie Marbles dürfte sich derweil über seinen sprunghaft angestiegenen Bekanntheitsgrad freuen, denn der Plan ging auf. Die komplette Presse, die eigentlich über die Abhörskandal berichten wollte, stürzte sich wie eine gedankenlose Meute auf den Schaum-Terroristen. Und nach diesem Schock sollte man dann sicher etwas milder ins Gericht gehen mit dem nunmehr immerhin 80 jährigen - gute PR Berater braucht man halt...











